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Winterberg und Willingen wollen mehr Schneesicherheit garantieren

Skigebiete investieren 15 Millionen

Paderborn/Willingen (WB). Mehr Komfort, mehr Schneesicherheit, besserer Transport: Die Skigebiete im Sauer- und Siegerland, die viele Ski-Begeisterte aus dem Paderborner Land nutzen, rüsten in der kommenden Saison für rund 15 Millionen Euro auf.

Matthias Band

Das Bild zeigt den Sechser-Sessellift über den Bremberg. An diesen Lift soll der neue Sechserlift angeschlossen werden, der vom Bremberg zum Nordhang hinunter führen soll. Damit werde die letzte Lücke im Liftverbund geschlossen. Foto: Wintersport-Arena Sauerland

Wie die Wintersport-Arena Sauerland mitteilte, investiert das Skiliftkarussell Winterberg den größten Teil der Summe. Ein ­neuer Sechser-Sessellift verbindet den Angaben zufolge ab dem ­Winter den Nordhang am Kahlen Asten mit dem Bremberg und schließt damit die letzte Lücke im Liftverbund. Zurück zum Nordhang gelangen die Sportler ohne die Skier abschnallen zu müssen, denn die Betreiber haben an der Bundesstraße 480 einen Auto- und Fußgängertunnel gebaut und die Piste darüber hinweg verlegt. Mit Vorteilen für die Natur: Die Überquerung erlaube auch Wildtieren einen gefahrlosen Seitenwechsel.

Schneehöhen sollen mittels GPS zentimetergenau gemessen werden

Schnee ist eine wertvolle Ressource in den Skigebieten rund um Winterberg und Willingen. Seit vielen Jahren wird daher der Ausbau von Beschneiungsanlagen vorangetrieben. In Zukunft sollen die Schneehöhen mittels GPS zentimetergenau gemessen werden. Ziel der neuen Mess-Systeme sei es, auf Basis der gewonnenen Daten nur noch so viel Schnee zu produzieren, wie notwendig sei. Das soll nicht nur helfen, Energie und Wasser zu sparen, sondern auch die Pistenqualität zu ver­bessern. »Das ist ein Schritt in die richtige Richtung«, sagt Wintersport-Arena-Vorsitzender Michael Beckmann.

Umwelt-, Klima- und Ressourcenschutz nehme einen großen Stellenwert im Aktions- und Maßnahmenplan der Wintersport-Arena Sauerland ein. Viele Betreiber hätten zudem die Speicherteiche erweitert. Im vergangenen Jahr hatten die Skigebiete im Sauerland Probleme, ihre Schneekanonen zu betreiben. Grund dafür war der vorhergehende Dürre-Sommer.

83 Skipisten, 130 Liftanlagen und zehn Kilometer Loipen

Außerdem investieren die Liftbetreiber laut der Mitteilung in neue Gebäude und besseren Service. Rustikale Skihütten würden zunehmend in stilvolle Lokale umgebaut, berichtet die Wintersport-Arena Sauerland. »Möppis Hütte« am Poppenberg im Skiliftkarussell Winterberg werde komplett neu gebaut. Die Herrloh-Hütte unterhalb der Winterberger St.-Georg-Schanze befinde sich zurzeit im Neubau. Sie beherbergt künftig außer Skiverleih und Gas­tronomie auch ein Skischulbüro.

Im Vorwinter wurde im Skigebiet Willingen der Sessellift samt Pistenführung am Köhlerhagen neu gebaut. Noch im November wird dort ein Funktionsgebäude eröffnet. Es beherbergt neben der großen K1-Gastronomie auch einen Skiverleih. Direkt nebenan ist ein großer Parkplatz entstanden. Der Schmallenberger Höhenlift bekommt ebenfalls ein neues Funktionsgebäude. Es beherbergt Kassenhaus, Pumpe und Steuerungsanlage für die Beschneiung.

Unter dem Dach der Wintersport-Arena organisieren sich Betreiber der Skigebiete im Hochsauerlandkreis, Siegerland-Wittgenstein, Olpe und der bereits in Hessen gelegenen Gemeinde ­Willingen. Insgesamt stehen Wintersportlern in der Saison 83 Skipisten, 130 Liftanlagen und zehn Kilometer Loipen zur Verfügung, die von 670 Schneekanonen von Dezember bis März beschneit werden. Die Skigebiet-Betreiber hoffen auf beständige Minusgrade ab Mitte Dezember, um in die Saison starten zu können.

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