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Paderborner Start-up entwickelt Software für größere Betriebe

So funktioniert‘s mit 3G

Paderborn/Bielefeld

Von heute an gilt die 3G-Regel am Arbeitsplatz. Vor allem für größere Betriebe bedeutet das eine bürokratische Hürde. Wie lösen sie das Problem? Das Klinikum Bielefeld setzt dabei auf eine Lösung aus Paderborn.

Von Philipp Körtgen

Philipp Kochan.

Das Krankenhaus hat sich vor zwei Wochen für die Software des Start-ups Saneware Software GmbH entschieden. Das junge Unternehmen mit Sitz im Paderborner Technologiepark und in Osnabrück hat die webbasierte Lösung entwickelt. „Wir haben im März mit der Entwicklung begonnen, damals aber noch die Idee verfolgt, eine Software zur Verwaltung von Boosterimpfungen bereitzustellen. Als die 3G-Regel am Arbeitsplatz absehbar wurde, konnten wir das Programm aber dank der cloudbasierten Arbeitsweise schnell für den jetzigen Zweck umrüsten“, erklärt Saneware-Geschäftsführer Philipp Kochan.

Etwa 3000 Mitarbeiter muss das Bielefelder Krankenhaus nach eigenen Angaben auf den Impf-, Test oder Genesenen-Status überprüfen. Ohne Software kaum zu bewältigen, sagt Kliniksprecher Axel Dittmar. Zugute kam dem Krankenhaus dabei, dass jene Mitarbeiter, die sich direkt in der Klinik hatten impfen lassen, bereits in einer internen Datenbank erfasst waren. Die Daten mussten somit nur in die Software über­tragen werden. Aufwand bedeute das neue System allerdings für Ungeimpfte, erläutert Dittmar. Diese stellen etwa 20 Prozent der Mitarbeiter und müssen künftig ihre Tests von Hand in das System eintragen. Ein Vorgesetzter werde die Eingaben kontrollieren.

Das Programm bietet den Abteilungsleitern zudem eine Übersicht, welche Mitarbeiter über gültige Zertifikate verfügen und wann ihr Impfschutz ausläuft. Eine Einsicht in die Daten anderer Abteilungen haben sie aus Datenschutzgründen aber nicht.

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