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Technisches Dezernat gibt Einblick in die Überlegungen

So soll es in Paderborn nach dem Tornado mit den städtischen Grünflächen weitergehen

Paderborn

Zwei Wochen nach dem Tornado – wie geht es weiter mit den städtischen Grünflächen? Im Technischen Dezernat der Stadt Paderborn läuft die Suche nach Antworten auf diese Frage auf Hochtouren.  Nun hat die Stadt  einen Einblick in die aktuellen Überlegungen veröffentlicht.

So sah der Geißelsche Garten eine Woche nach dem verheerenden Tornado aus. Foto: Jörn Hannemann

Paderquellgebiet: Seit 2009 handelt es sich bei dem Paderquellgebiet unterhalb des Abdinghofes um ein eingetragenes Gartendenkmal. Vor dem Hintergrund der Kriegszerstörungen in den 1950er Jahren geplant und ausgebaut auf der Grundlage des Wettbewerbsentwurfes des Gartenarchitekten Rudolf Reutter, stellt das Paderquellgebiet die bundesweit letzte Parkanlage des Wiederaufbaus dar.

„Der Denkmalschutz bildet die zwingende Grundlage für die Wiederbepflanzung dieses grünen Herzens der Stadt Paderborn,“ stellt Paderborns Technische Beigeordnete, Claudia Warnecke, klar. Eventuell bestehende Spielräume sollen mit höchstmöglicher Qualität genutzt werden.

Claudia Warnecke, Technische Beigeordnete der Stadt Paderborn (links), und Jessica Schütte, Leiterin des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen, im schwer zerstörten Geißelschen Garten. Foto: Stadt Paderborn

Historische Wallanlage: Schneisen in die historische Wallanlage mit ihrem stadtbildprägenden Baubestand hat der Tornado insbesondere im Bereich Gierswall und Friedrichstraße geschlagen. Nun solle die Chance genutzt werden, die Vorgaben aus dem in 2019 beschlossenen Parkpflegewerk Stadtbefestigung Paderborn umzusetzen, insbesondere auch unter Berücksichtigung der Anforderungen von Aspekten der Klimaresilienz, heißt es.

Stadt bittet: Nur die freigegebenen Wege nutzen

Riemekepark: Die ursprüngliche Konzeption des Riemekeparks soll grundsätzlich beibehalten werden. Bewährt hat sich die Differenzierung zwischen stärker genutzten Bereichen mit Spielangeboten und eher ruhigen Bereichen im Umfeld des Riemeke Kolks. Neu- beziehungsweise Nachpflanzungen sollen entsprechend erfolgen. Darüber hinaus bietet sich die Chance, die stark genutzten Spielangebote zu aktualisieren.

Geißelscher Garten: An den Geißelschen Garten werden starke Anforderungen sowohl als innerstädtischer Naherholungsbereich im Kontext des Kulturstandorts Stadtbibliothek gestellt als auch durch die Gewässerökologie im Quellgebiet der Pader und Aspekte der Biodiversität. „Eine Neukonzeption führt im besten Fall zu einer Symbiose aus Kulturstandort und gewässergeprägter Stadtnatur,“ sagt die Leiterin des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen, Jessica Schütte.

Mit der Wiederbepflanzung soll angeknüpft werden an die Erfolge des mit dem Bundespreis Stadtgrün ausgezeichneten Mittleren Paderquellgebietes sowie der Renaturierung der Maspernpader, wo die enge Verzahnung der unterschiedlichen Anforderungen aus Kultur- und Naturraum bereits sehr hochwertig umgesetzt wurden. „Dieses Prinzip wollen wir – ganz im Sinne unserer Bewerbung um das Europäische Kulturerbesiegel – auch der Planung für den Geißelschen Garten zugrunde legen,“ ergänzt Claudia Warnecke.

Alle Berichte, Videos und Fotostrecken zum Unwetter in OWL und zum Tornado in Paderborn finden Sie auf unserer Themenseite: www.westfalen-blatt.de/unwetter.

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