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„Hier kommt keiner durch!“ macht ein ernstes Thema für Kinder zum Vergnügen

Spaßige Premiere im Paderborner Theatertreff

Paderborn

Bernhard kommt nicht zur Post, Magdalena nicht zum Friseur, Hendrik nicht zum Salsakurs und die werdende Mutter nicht ins Krankenhaus. „Hier gibt‘s nichts zu lachen, wir sind die Wachen“, reimen die zwei Aufpasserinnen und sorgen für Enttäuschung und Frust. Denn plötzlich ist da eine Grenze, weil es der Vorgesetzte der Soldatinnen so angeordnet hat. Er will seine Ruhe, und alle anderen sind ihm egal.

Von Dietmar Kemper

Veronika Wider (vorne) und Johanna Graen nehmen ihren Job als Aufpasserinnen sehr ernst, kommen im Laufe der Zeit aber immer mehr ins Grübeln. Ergibt diese Grenze wirklich einen Sinn? Foto: Tobias Kreft

Das ist die Ausgangssituation in dem Stück „Hier kommt keiner durch!“ der Kinder- und Jugendsparte Jott, das am Donnerstag im Theatertreff Premiere hatte. 30 Mädchen und Jungen der Kita am Abdinghof lernten auf witzige Art und Weise, wie sich Grenzen im Alltag auf die Menschen auswirken. Regisseurin Cora Sachs orientiert sich am preisgekrönten Kinderbuch der Portugiesin Isabel Minhós Martins, das Bernardo P. Carvalho wunderbar illustriert hat. Im Buch wimmelt es nur so vor Figuren, auf der Bühne im Paderborner Theater agieren dagegen nur zwei. Veronika Wider und Johanna Graen spielen die Aufpasserinnen und sprechen zudem unablässig mit den unsichtbaren, aber nicht namenlosen Menschen und Tieren, die über die Grenze wollen, aber es nicht dürfen.

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