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Neuer Vorstoß in Sachen Verkehrsversuch im Paderborner Rat

SPD beantragt Pop-up-Radwege

Paderborn

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Paderborn stellt für die Haushaltsberatungen im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität einen Antrag für die Durchführung eines Verkehrsversuchs. Mit der Einrichtung von Pop-up-Radwegen (kurzfristig von der Fahrbahn getrennten Radwegen) soll für vier bis sechs Monate ein Umstieg aufs Rad erleichtert werden. Wie in anderen Städten erfolgreich umgesetzt, solle so auch in Paderborn eine Entlastung im ÖPNV und eine Entzerrung von Pendlerströmen erfolgen.

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Ein Pop-up-Radweg in Hamburg. Solche improvisierten Radwege, für die eine Autospur genutzt wird, fordert die SPD auch für Paderborn. Foto: imago

Bereits 2020 gab es einen Bürgerantrag für die temporäre Einführung von Pop-up-Radwegen. SPD, Grüne und die Linksfraktion hatten für die temporäre Einführung gestimmt. Mehrheitlich wurde der Bürgerantrag aber abgelehnt. Aus Sicht der SPD-Fraktion hat sich an den Begründungen, die für eine Einrichtung von Pop-up-Radwegen sprechen, nichts geändert.

Ganz im Gegenteil: Die Bedeutung des Radverkehrs habe weiter zugenommen. Dafür sprächen auch die Verkaufszahlen im Fachhandel sowie einzelne Lieferschwierigkeiten seitens der Hersteller. Auch die Einschränkungen durch Corona und die damit einhergehenden Rückgänge bei der Benutzung des ÖPNV seien noch aktuell.

„Die Detmolder Straße und auch die Neuhäuser Straße sind in der mittelfristigen Planung für eine Sanierung. Für die anstehenden Planungen kann es nur von Vorteil sein, durch einen Verkehrsversuch über einen längeren Zeitraum eine Planung mit Zukunftsperspektiven vorzunehmen“, sagt Ratsherr Ulrich Koch. „Wenn man die Verkehrswende ernsthaft will, muss man als Kommunalpolitik auch mal mutig sein und etwas wagen.“

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