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Kreisparteitag in Hövelhof: Wolfgang Weigel geht ins Rennen um das Landratsamt

SPD will 13 Mandate holen

Hövelhof (WB/al). „Von mir fällt ein schwerer Rucksack ab. Es war nicht einfach, in Corona-Zeiten eine gute Kandidatenliste für die Kreistagswahl aufzustellen. Das war heute ein großer Schritt in Richtung Kommunalwahl am 13. September“, sagte SPD-Kreisvorsitzender Burkhard Blienert, dem die Erleichterung nach der Kandidatennominierung deutlich anzumerken war. Im Hövelhofer Schützen- und Bürgerhaus fand das Personaltableau wie auch die Nominierung von Wolfgang Weigel für das Amt des Landrates große Zustimmung unter den 101 Delegierten. Mit großem organisatorischen Aufwand konnte die Wahlveranstaltung unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen stattfinden.

Wurden beim Wahlparteitag der Kreis-SPD auf vordere Listenplätze gewählt (von links): Fraktionsvorsitzender Wolfgang Scholle, Kreisvorsitzender Burkhard Blienert, Landratskandidat Wolfgang Weigel und Silke Kohaupt. Nicht im Bild Gunda Köster. Foto: Axel Langer

In seinem Bericht aus der 13 Sozialdemokraten zählenden Kreistagsfraktion kritisierte Fraktionsvorsitzender Wolfgang Scholle, dass die Bürger kaum etwas von der Arbeit des Kreistages mitbekommen. Scholle unterstrich die Forderung der SPD nach einem Nationalpark Senne. „Wenn man das touristische Potential des Nationalparks Eifel sieht, weiß ich nicht, was die Mehrheitsfraktion treibt, den Nationalpark so vehement abzulehnen“, sagte Scholle. Als Ziel nannte er für die Kommunalwahl 13 SPD-Sitze plus x.

Großen Respekt vor der Arbeit von Landrat Manfred Müller äußerte Wolfgang Weigel, der sich in einer kämpferischen Rede um die Nachfolge bewarb. Weigel machte klar, wie außergewöhnlich die aktuelle Situation sei. Als man sich die ersten Gedanken über die Kommunalwahl im September 2020 gemacht habe, wäre von Corona noch überhaupt nicht die Rede gewesen. Auch der Rückzug von Manfred Müller aus gesundheitlichen Gründen sorge für ganz andere Verhältnisse. Als zentrale Themen nannte der 69-Jährige die Bewältigung der Corona-Pandemie, eine Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs unter Berücksichtigung des ländlichen Raumes, die weitere Digitalisierung der Schulen, den Kinderschutz gerade in Zeiten der Corona-Beschränkungen. Das Gesundheitsamt und den Rettungsdienst sieht Weigel gut aufgestellt und in der Kreisverwaltung ein gutes Miteinander. „Das ist ein schönes Zeichen des Vertrauens“, sagte Weigel, der sich für mehr Ausbildungsplätze beim Kreis aussprach.

Breiten Raum in der Rede des Juristen nahm die Wirtschaftsförderung ein. Diese müsse nachhaltig sein und so dem Klima- und Umweltschutz dienen. „Gerade im Kreis Paderborn müssen kleine und mittlere Betrieb beim Hochfahren gestützt werden“, betonte Weigel, der den Rettungsschirm für die Lufthansa kritisierte. „Kleine Betriebe und Soloselbstständige werden vernachlässigt, wenn auf Kosten der Steuerzahler die Lufthansa gerettet wird“, unterstrich der Landratskandidat.

Als Vorbild nannte Wolfgang Weigel die Wahl in Lichtenau. „Nach der Wahl zum Landrat folgte auf Manfred Müller mit Josef Hartmann ein SPD-Mann. Ich bin hochmotiviert und möchte eine stabile Kreispolitik fortsetzen.“ Diesem Wunsch folgte die Versammlung und nominierte den Juristen, der in Paderborn eine Anwaltskanzlei hat, mit großer Mehrheit zum Kandidaten für das Amt des Landrates.

Direktkandidaten

Stephan Zech, Alexander Wittmer, Abel Akindejoye, Bernd Wroblewski, Wolfgang Weigel, Dr. Gert Fuhrmann, Bruno Michaelis, Sebastian Köhne, Susanne Volmari, Andreas Steenkolk, Ringo Grenz, Gunda Köster, Marielies Klösener-Voß und Björn Buxot (alle Paderborn), Silke Kohaput (Paderborn / Bad Lippspringe), Heiner Engelbracht (Bad Lippspringe), Bianca Block (Altenbeken), Wolfgang Scholle (Lichtenau), Ottomar Scharfen (Bad Wünnenberg), Thomas Cedro (Borchen, Bad Wünnenberg, Salzkotten), Jürgen Schmidt (Borchen), Horst Neumann und Nele Czaniera (beide Salzkotten), Frank Rademacher und Steffen Sander (beide Büren), Frank Drake, Burkhard Blienert und Gourie Kablo (alle Delbrück), Hanna Fortströer (Hövelhof / Delbrück) und Hendrik Kuske (Hövelhof).

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