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Kinderchirurgie des St.-Vincenz-Krankenhauses bietet hochspezialisiertes Behandlungsspektrum für Frühgeborene

„Spitzenmedizin für die Kleinen“

Paderborn

Seitdem Dr. Markus Dürsch vor gut drei Jahren die Sektion „Kinderchirurgie“ in der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie des St.-Vincenz-Krankenhauses aufgebaut hat, habe sich das Behandlungsspektrum kontinuierlich ausgeweitet. Selbst kleinste Frühgeborene mit komplizierten Fehlbildungen könnten durch ihn und das Team der Kinderklinik St. Louise inzwischen sicher vor Ort in Paderborn versorgt werden, teilte das Krankenhaus mit.

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Das interdisziplinäre Team der Neonatologie des St.-Vinzenz-Krankenhauses mit Frühchenpuppe „Louisa“ (von links): Anja Fromme (Schichtleitung Frühgeborenen-Intensivstation), Dr. Matthias Rüther (Leitender Oberarzt Klinik für Anästhesiologie), Dr. Frank Dohle (Oberarzt Klinik für Kinder- und Jugendmedizin) und Dr. Markus Dürsch (Sektionsleiter Kinderchirurgie). Foto: Hoppe/St.-Vincenz-Krankenhaus

Kinderchirurgien, die ein solch umfassendes Behandlungsspektrum mit der nötigen Qualifikation und Expertise anböten, seien rar gesät. Die nächsten Anlaufstellen gibt es in Gießen, Kassel oder Bielefeld. „Doch nicht nur unser kinderchirurgisches, sondern auch das kinderurologische Behandlungsspektrum wurde in den vergangenen Monaten erheblich ausgebaut“, sagt Chefarzt PD Dr. Hubert Scheuerlein (Allgemein- und Visceralchirurgie), zu dessen Klinik die Sektion Kinderchirurgie gehört. „Dazu gehören Eingriffe an den Nierenbecken und Harnleitern wie beispielsweise die Hydronephrose“, erklärt Dürsch. Möglich sei dies durch die neuen Teammitglieder Oberarzt Dr. Gaber Abdelaziz sowie Oberärztin Luise Maria Liboschik.

Im vergangenen Jahr behandelte das Team den Angaben zufolge vermehrt auch Neugeborene mit sehr komplexen Krankheitsbildern − darunter Kinder mit sogenannten anorektalen Fehlbildungen, die etwa eines von 5000 Neugeborenen betrifft. Hierbei ist die normale Entwicklung des Afters ausgeblieben, so dass kein Darmausgang vorhanden ist. Auch Frühgeborene, die unter Darmverschlingungen und schweren Bauchfellentzündungen leiden, könnten jetzt nur wenige Tage nach der Geburt vor Ort in Paderborn operiert werden. In diesen Fällen sind häufig weitere Folgeeingriffe nötig, so dass die hochspezialisierte Versorgung in der Region für die betroffenen Familien eine große Erleichterung in dieser sorgenvollen Zeit sei.

Für große Operationen bei sehr kleinen Kindern hat die qualifizierte und erfahrene Betreuung durch die Anästhesie einen besonders hohen Stellenwert. Chefarzt Dr. Martin Baur und Leitender Oberarzt Dr. Matthias Rüther haben in den vergangenen Jahren daher einen Schwerpunkt „Spezielle Kinderanästhesie“ etabliert. Unverzichtbar seien dabei die Fachkinderkrankenpflegerinnen mit der Zusatzausbildung für Anästhesie und pädiatrischer Intensivmedizin. „Die Behandlung erfordert ein sehr hohes Maß an Fachwissen und Verantwortung. Wir sind sehr zufrieden mit dieser Entwicklung und sind gespannt auf die weiteren gemeinsamen Schritte auf dem Weg zu einem großen kinderchirurgischen Schwerpunkt in den kommenden Jahren“, sagt das Ärzteteam.

PD Dr. Friedrich Ebinger, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendmedizin, in der die Kinder nach der Operation versorgt werden, schätzt die enge Zusammenarbeit der drei beteiligten Fachdisziplinen Chirurgie, Anästhesie und Kindermedizin zum Wohle der Patienten sehr: „Kinder benötigen eine sehr intensive Betreuung: Von der Narkose bis zur Entlassung ist Teamwork gefragt. Wir arbeiten vertrauensvoll Hand in Hand und ich bin froh, dass wir gemeinsam Spitzenmedizin für die Kleinen in Paderborn bieten können.“

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