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Kooperativer Ansatz der Forschung steht beim Antrittsbesuch im Fokus

Staatssekretär Günnewig informiert sich über die Universität Paderborn

Paderborn

Bei seinem Antrittsbesuch an der Universität Paderborn hat sich der neue Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Dirk Günnewig mit dem Präsidium und einigen Wissenschaftlern über die Uni und ihr Forschungsprofil ausgetauscht.

Das Präsidium und Wissenschaftler der Fakultät für Maschinenbau sowie der Fakultät für Elektrotechnik, Informatik und Mathematik haben dem Staatssekretär Dr. Dirk Günnewig (Vierter von rechts) die Universität Paderborn vorgestellt. Foto: Universität Paderborn, Thorsten Hennig

Dabei stand laut Angaben der Universität der kooperative Ansatz – sowohl in Forschung und Lehre als auch in Projekten mit externen Partnern – im Fokus. „Hier geht es um zentrale Zukunftsthemen, die wichtige Fragen für unsere Gesellschaft behandeln“, stellte Günnewig fest.

Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf gab dem Staatssekretär Einblicke in die Strukturen und Schwerpunkte von den fünf fakultätsübergreifenden Profilbereichen der Universität Paderborn. „Neben der Grundlagenforschung sind uns dank der starken Interdisziplinarität und der Förderung vom Land außerdem Leuchtturmprojekte wie das internationale Forschungszentrum zu Photonischem Quantencomputing oder das Exzellenz Start-up Center möglich“, ergänzte sie.

Vorbildregion für die Mobilität soll entstehen

Prof. Dr. Thomas Tröster, Vorsitzender des Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen (ILH), stellte die Initiative „Neue Mobilität Paderborn“ (NeMo Paderborn) vor, aus der kürzlich der gleichnamige Verein hervorgegangen ist. Die Universität Paderborn und sechs weitere Partner aus Wirtschaft und Verwaltung gehören zu den Gründungsmitgliedern. Ziel ist ein klimaschonendes, benutzerorientiertes und vernetztes Konzept für die Mobilität in ländlichen Räumen. Auch hierbei spielt fächerübergreifendes Denken eine wichtige Rolle: „Wir müssen die Entwicklung von Energiesystemen, Fahrzeugen und der digitalen Transformation zusammen betrachten, um in der Mobilitätsforschung Fortschritte zu machen“, verdeutlichte der Projektinitiator Tröster. In Zusammenarbeit mit knapp 80 Partnern aus Ostwestfalen-Lippe soll eine Vorbildregion für die Mobilität in Deutschland entstehen.

Interdisziplinäre Forschung

Um ein solches System für möglichst viele Personen zugänglich zu machen, sind reduzierte Energiebedarfe und kostengünstige Fahrzeugsysteme notwendig – Voraussetzungen, die mithilfe von Leichtbau erreicht werden können. Prof. Dr.-Ing. Mirko Schaper, Dekan der Fakultät für Maschinenbau, führte Günnewig durch die 2019 eingeweihte Konstruktionshalle des ILH. Die Ausstattung ermöglicht interdisziplinäre Forschung zu nachhaltigen Werkstoffen, Prozessen und Produkten, einem der fünf Profilbereiche der Universität Paderborn.

Schwerpunkt „künstliche Intelligenz"

Mit dem Schwerpunkt „künstliche Intelligenz“  forscht Prof. Dr. Axel-Cyrille Ngonga Ngomo vom Paderborner Institut für Informatik zu einem weiteren zukunftsrelevanten Thema. Er stellte dem Staatssekretär verschiedene Projekte der Universität in diesem Bereich vor und ging darauf ein, welche Kriterien für eine sichere und vertrauenswürdige Datenverarbeitung notwendig sind.  Ob im Spitzencluster „It’s OWL“, in dem unter anderem ein digitaler Marktplatz für KI-Anwendungen entwickelt wird, oder im Sonderforschungsbereich Transregio 318 zur Erklärbarkeit von KI – die Verknüpfung verschiedener Disziplinen und die Kooperation mit anderen Universitäten sowie wirtschaftlichen Partnern spielt auch hierbei eine zentrale Rolle.

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