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Feierstunde anlässlich der dritten Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement

Stadt Paderborn ehrt drei Vereine mit Heimatpreis

Paderborn

Wo stünde ein Gemeinwesen ohne Menschen, die etwas tun, etwas bewirken, etwas anbieten, und dabei nicht fragen, ob es sich für sie auszahlt? Ohne die schätzungsweise 30.000 in Vereinen oder Verbänden tätigen Ehrenamtler wäre auch Paderborn nicht die lebens- und liebenswerte Stadt, wie wir sie kennen.

Von Corinna Langkammer

Flankiert von den Vertretern der Stadt Paderborn freuten sich die Preisträger im Ratssaal über ihre Urkunden: (v.l.) Sabine Kramm (Vorsitzende des Kulturausschusses), Stefan Bendix (Kanu-Club), Dirk Wende (Heide-Kompanie), Heike Müller (Heimatfreunde Marienloh) und Bürgermeister Michael Dreier. Foto: Corinna Langkammer

Und weil das so ist, soll uneigennützig engagierten Bürgern etwas zurückgegeben werden. Zum Beispiel in Form des Heimatpreises, der am Wochenende zum dritten Mal verliehen wurde. Bürgermeister Michael Dreier empfing im Rathaus Abordnungen der drei diesjährigen Preisträger. Beim Sektempfang im Ratssaal, zu dem auch Sabine Kramm als stellvertretende Bürgermeisterin und Vorsitzende des Kulturausschusses sowie der Leiter des Kulturamtes, Max Zindel, gekommen waren, durften sich die von der Jury in diesem Jahr ausgewählten Institutionen über Urkunden und lobende Worte freuen.

Zuvor hatte es, wie berichtet, eine Diskussion im Kulturausschuss über den Heimatpreis gegeben. Dessen Abschaffung hatte die SPD beantragt – der Beginn einer kontroversen Diskussion im Kulturausschuss. 

Heike Müller für die Heimatfreunde Marienloh, Dirk Wende vom Musikzug der Heidekompanie sowie Stefan Bendix für den Kanu-Club 1927 nahmen stolz die Urkunden entgegen. Die mit der Würdigung verbundene „Aufstockung“ der Vereinskassen dürfte ein willkommenes Weihnachtsgeschenk für die jeweiligen Vereine sein.

Den ersten Preis in Höhe von 2000 Euro erhalten die Heimatfreunde Marienloh, die damit für ihre engagierte und kreative Pflege von Landschaft, Geschichte, Kunst und Brauchtum wie auch für ihre Funktion als Sprachrohr für die Anliegen der Bevölkerung ausgezeichnet werden. Ihre Aktivitäten, lobte Dreier, trügen ganz erheblich zu einem starken Heimatbewusstsein sowohl von Alteingesessenen als auch Neubürgern bei. Das könne in Paderborn als einer wachsenden Stadt nicht hoch genug bewertet werden.

Abordnungen der ausgezeichneten Vereine waren zum Sektempfang in den Paderborner Ratssaal gekommen. Foto: Corinna Langkammer

Insbesondere für die Jugendarbeit in den drei Abteilungen Spielmannszug, Blasorchester und Drumband zeichnet die Stadt mit dem zweiten Preis, dotiert mit 1500 Euro, den Musikzug der Heidekompanie im PBSV 1831 aus. Bürgermeister Dreier erwähnte das „C-Wort“ nicht, hob aber das trotz zwangsverordneter Pause das nicht nachlassende Engagement des Musikzuges hervor, der zum Beispiel mit dem „Ständchentaxi“ während des Pandemie-Stillstandes bei allen Beteiligten und auch dem Publikum zu einem starken Gemeinschaftsgefühl beigetragen habe. Dass mit der Vereinsarbeit viele verschiedene Bevölkerungsgruppen zusammengebracht würden, sei ein Beispiel für gelungene Integration, erklärte Gastgeber Dreier.

Sportliches Engagement und Naturschutz

Ebenfalls 1500 Euro erhält der Drittplatzierte, der Kanu-Club Paderborn. Hier betonte der Laudator die Verbindung von sportlichem Engagement mit praktischem Naturschutz, denn die Kanuten frönen ja nicht nur dem Wassersport, sondern kümmern sich auch um die Müll-Entfernung aus Gewässern und wirken mit ihrem Einsatz organischen Belastungen entgegen. Der unermüdliche Einsatz für die Pader als besonderes identitätsstiftendes Naturphänomen waren Jury und Rat den Heimatpreis wert.

„Heimat ist Gemeinschaft in Vielfalt“, so hatte die Stadt den diesjährigen Heimatpreis betitelt. Dieser soll, so will es das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen als Stifter des Preisgeldes, an Einzelpersonen oder Gruppen verliehen werden, die sich ehrenamtlich lokal engagieren.

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