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Möglicher Neubau ist Thema im Bauausschuss

Stadt Paderborn plant neues Gerätehaus für Löschzug in Dahl 

Paderborn-Dahl

Die Feuerwehr im Paderborner Stadtteil Dahl soll umziehen. Der Grund: Das bisherige Gerätehaus am Grundsteinheimer Weg ist zu klein. Eine neue Fläche ist bereits im Gespräch: zwischen dem Friedhof Dahl und dem Wohngebiet Pastorskamp. Einen Beschluss zur Einleitung des Bauleitplanverfahrens könnte der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Konversion an diesem Mittwoch fassen.

Von Rajkumar Mukherjee

Ein Blick auf das derzeitige Feuerwehrgerätehaus in Paderborn-Dahl zeigt: Für moderne Einsatzfahrzeuge ist es eng. Foto: Oliver Schwabe

Das bisherige Gerätehaus steht am Grundsteinheimer Weg 1 und wurde nach Angaben der Stadt Paderborn in den Jahren 1975/76 errichtet. Hier ist der Löschzug Dahl der Freiwilligen Feuerwehr Paderborn untergebracht. Diesen Standort kann die Stadt nicht weiter betreiben. „Die Anforderungen haben sich geändert“, sagt Ludger Schmidt, Leitender Brandinspektor und Amtsleiter der Feuerwehr Paderborn. Nicht nur die Einsatzfahrzeuge sind mittlerweile deutlich größer. 

Löschzugführer ist Brandinspektor Jürgen Sämann. Derzeit hat der Löschzug laut Schmidt 40 Mitglieder. Abgesehen von diesem Stand hofft die Feuerwehrleitung auf weiteren Zulauf zur freiwilligen Feuerwehr in den nächsten Jahren. Eine Jugendfeuerwehr gibt es hier derzeit nicht. Hier wünscht sich die Feuerwehrleitung Nachwuchs, der eines Tages in den Löschzug eintreten könnte. Auch aus diesen beiden Gründen benötigt der Löschzug mehr Platz. Zudem müssen moderne Gerätehäuser für Feuerwehrleute beispielsweise jeweils zwei Spinde vorhalten: zur Trennung von privater und Einsatzkleidung.  

Eine Erweiterung des bestehenden Gebäudes schließt sich aufgrund der Lage „mitten im Ort“ aus, so Schmidt. Nach Prüfung verschiedener Standorte hat die Stadt ein insgesamt 1,65 Hektar großes Areal am Grundsteinheimer Weg für einen möglichen Neubau ins Auge gefasst, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Fläche im Eigentum der Stadt sei „verkehrlich gut erschlossen“ und biete „für die beabsichtigte Nutzung ausreichend Platz“. Auf der vorgesehenen, bisherigen Grünfläche stehen teilweise Feldgehölze und Hecken sowie Obstbäume. Westlich und südlich der beabsichtigten Neubaufläche befinden sich ökologische Ausgleichsflächen: Sie sind im derzeit rechtskräftigen Bebauungsplan „Nr. D 198 I.“ festgesetzt. 

Räume auch für Werkstätten und ein Lager

Mit dem Bebauungsplan „Nr. D 198 II. Änderung“ soll der Neubau im betreffenden Bereich planungsrechtlich abgesichert werden. Vorgesehen ist ein Gebäude mit einer Halle für vier Fahrzeuge. Zudem soll es Räume für die Einsatzabwicklung, Ausbildung und Verwaltung sowie Sozialräume, Werkstätten und ein Lager geben. Die Gesamtfläche würde 563 Quadratmeter betragen. Darüber hinaus sind Freiflächen mit Stellplätzen auf insgesamt 1420 Quadratmeter vorgesehen. Ein Entwurf für das Gebäude und die Freiflächen liegt noch nicht vor. Auch wegen des Verkehrsaufkommens ist eine neue Erschließung des Bereichs nötig. Vorgesehen ist, das neue Gebäude über eine zweispurige Zu- und Abfahrt an den Grundsteinheimer Weg anzubinden.

Ausgleichsflächen müsste die Stadt nicht berücksichtigen, mit Blick auf Eingriffe in die Natur und die Landschaft, so der Beschlussvorschlag. Zu prüfen wäre aber, ob im Zuge eines möglichen Neubaus der Artenschutz beeinträchtigt wäre. Keine Beeinträchtigung sei nach einer ersten Einschätzung hinsichtlich des Immissionsschutzes zu befürchten: Die Erarbeitung einer schalltechnischen Untersuchung werde zum derzeitigen Stand als nicht erforderlich erachtet. Ein Boden- und Versickerungsgutachten müsste aufgrund einer fachgerechten Entwässerungsplanung veranlasst werden. 

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