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Vier-Tage-Bürowoche und optimierte Heizungseinstellungen

Stadt Paderborn spart viel Energie

Paderborn

Die Stadt Paderborn hat in den vergangenen Monaten deutlich mehr Gas gespart, als staatlicherseits gefordert war. Bezogen auf den jeweiligen Monat des Vorjahres komme man im Schnitt sogar auf 30 bis 40 Prozent, teilte die Verwaltung im Ausschuss für Gebäudemanagement mit. Die Vorgabe lag bei mindestens 20 Prozent Einsparungen.

Von Ingo Schmitz

Seit Mitte November arbeiten die meisten Beschäftigten der Stadt freitags im Homeoffice. Foto: Oliver Schwabe

Die effektiven Maßnahmen hätten sich finanziell deutlich bemerkbar gemacht. Die Einsparung von mehr als fünf Millionen Kilowattstunden hätten die Ausgaben um 500.000 Euro gesenkt, sagte Energiemanager Tobias Zenke. „Wir haben in den vergangenen Monaten intensiv an kurz- und langfristigen Lösungen gearbeitet, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Dieses gute Ergebnis kann sich sehen lassen und ist keinesfalls selbstverständlich“, teilte Bürgermeister Michael Dreier am Freitag mit.

Neben niedrigeren Raumtemperaturen habe sich auch die Optimierung der Heizungseinstellungen als besonders effektiv herausgestellt. Zudem wurden Belegungspläne in Sporthallen und anderen Gebäuden überarbeitet. Rund um Weihnachten/Neujahr blieb die Verwaltung zusätzlich größtenteils geschlossen und seit Mitte November wurde die Vier-Tage-Bürowoche eingeführt. Das bedeutet, dass die meisten Beschäftigten freitags im Homeoffice arbeiten. In der Verwaltung werde somit bereits nach Dienstschluss am Donnerstag eine Temperaturabsenkung vorgenommen. Ausgenommen sind das Einwohner- und Standesamt, die weiterhin freitags Termine anbieten.

Trotz aller Einsparungen wird die Stadt 2023 mehr Geld für Energie einplanen müssen. Der Energiemanager rechnet mit Mehrkosten für Erdgas in Höhe von 2,5 Millionen Euro. Ohne die Reduzierung des Verbrauchs läge der Kostenanstieg sogar bei 3,5 Millionen Euro.

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