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Ende November wieder Mitarbeiter aus Paderborn für 14 Tage vor Ort

STEB hilft erneut nach Hochwasserkatastrophe im Ahrtal

Paderborn/Ahrtal

Nach der Hochwasserkatastrophe im Juli haben sich Ende Oktober auch Mitarbeiter des Stadtentwässerungsbetriebes Paderborn (STEB) auf den Weg ins Ahrtal gemacht und dringend notwendige Hilfe geleistet. Ab Ende November ist ein weiterer 14-tägiger Hilfseinsatz im Ahrtal geplant.

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Zusammen mit Helfern aus Mannheim reinigten die STEB-Mitarbeiter Kanäle, die vor dem Hochwasser noch unter einer Straße lagen. Foto: STEB

Nach 240 Kilometern Fahrt trafen David Griebel und Eugen Heilmann Ende Oktober mit dem Saug- und Spülfahrzeug des STEB in Dernau ein – einem Ort, in dem 90 Prozent der Bewohner von den Hochwasserschäden betroffen sind, wie die Stadt Paderborn in einer Mitteilung berichtet. Den beiden Mitarbeitern der Kanalunterhaltung zeigten sich Bilder und Szenen, die sie noch lange beschäftigen werden. In manchen Straßen hatte das Wasser zusammen mit allem, was mitgerissen wurde, für mehrere Stunden mehr als sechs Meter hoch gestanden.

Eine Straße im Ahrtal. Foto: STEB

Zwei Wochen lang unterstützten die Paderborner bei den Wiederaufbau-Arbeiten im Ahrtal – in Dernau und den benachbarten Orten Rech, Mayschoß und Schuld entlang der Ahr. Der „Verband Kommunaler Unternehmen Rheinland-Pfalz“ koordinierte vor Ort die Hilfseinsätze von Entwässerungsbetrieben aus ganz Deutschland. Die Hilfeleistung aus Paderborn bestand überwiegend im Spülen und Reinigen von Abwasserkanälen, sofern diese überhaupt noch vorhanden waren, und dem Auspumpen von Schlamm und Sand aus Gebäuden und Anschlussleitungen.

Das Paderborner Fahrzeug war den Angaben zufolge in dem teils noch sehr unwegsamen Gelände sehr gefragt, weil es einen gesonderten mehr als 40 Meter langen ausrollbaren Saugschlauch besitzt. Damit ist es möglich, die Arbeiten auch in größerer Entfernung zum Fahrzeug durchzuführen. Ideal also für Keller oder Abwasseranlagen, die nicht oder nicht mehr durch eine geeignete Zuwegung erreichbar sind.

An einem Tag fiel den STEB-Mitarbeitern auf, dass sich auch abends noch Schüler auf dem Schulweg befanden. Es stellte sich heraus, dass die Schule in Ersatzgebäuden in drei Schichten betrieben wird und die Kinder, nach Altersjahrgängen gestaffelt, die Räume nacheinander nutzen. Täglich gab es Shuttle-Busse für freiwillige Helfer, die mit Werkzeug zu Hilfseinsätzen in die zerstörten Orte gefahren und dort abends wieder abgeholt wurden. „Diese Solidarität hat uns beeindruckt“, sagte David Griebel.

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