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Vorwurf der schweren und gefährlichen Körperverletzung

Streit nach Saunabesuch: 29-jähriger Paderborner angeklagt 

Paderborn

Nachdem es Anfang April zwischen drei Männern im Anschluss an einen gemeinsamen Saunabesuch zu einem heftigen Streit gekommen war, hat die Staatsanwaltschaft Paderborn nun Anklage gegen einen 29-Jährigen erhoben. Es geht um schwere und gefährliche Körperverletzung.   

Wohnhäuser zwischen Detmolder Straße und Max-Reger-Weg in Paderborn. Hier ist der Streit am 3. April eskaliert. Foto: Jörn Hannemann

Im Verlauf des Streits am Sonntag, 3. April, hatte das spätere Opfer gegen 7 Uhr das Haus eines 38-jährigen Paderborners aufgesucht, mit dem er zuvor sauniert hatte. In diesem Haus an der Detmolder Straße hielt sich auch der spätere, damals 28-jährige Angeschuldigte auf, mit dem er zuvor in der Sauna in Streit geraten war.

„Sofort stürmte der Angeschuldigte auf den Geschädigten zu und versetzte ihm zahlreiche scharfe Verletzungen. Die Stiche und Schnitte gegen den linken Arm führten beim Opfer zu Nervenverletzungen, weswegen der Geschädigte im Zeitpunkt der Anklageerhebung die Finger der linken Hand nicht bewegen kann“, schreibt die Staatsanwaltschaft. Ein Stich in den  Oberkörper des Opfers verursachte eine potenziell lebensgefährliche Verletzung, ein Tötungsvorsatz konnte gegen den Angeschuldigten nach den polizeilichen Ermittlungen der MK Sauna jedoch nicht begründet werden.

Angeschuldigter äußert sich bislang nicht

Wie die Staatsanwaltschaft weiter mitteilt, geht sie nach Aktenlage weiter davon aus, dass das Vorgehen des Angeschuldigten nicht durch Notwehr gerechtfertigt war. Dieser habe sich bislang zu den Vorwürfen und seinem Motiv nicht geäußert. Alle Beteiligten hatten erheblich dem Alkohol zugesprochen, wodurch die Ursache des Streits und das Motiv für den Angriff polizeilich nicht zweifelsfrei geklärt werden konnte. Der Angeschuldigte befindet sich auf freiem Fuß. Ein Hauptverhandlungstermin vor dem Landgericht Paderborn ist noch nicht bekannt.

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