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Pfarrer Julian Sengelmann predigt von „Mut zum Dachschaden“

Studierendengemeinden feiern ökumenischen Gottesdienst im Paderborner Dom

Paderborn

Zur Eröffnung des Wintersemesters haben die Evangelische Studierendengemeinde (ESG) und die Katholische Hochschulgemeinde (KHG) in Paderborn einen Ökumenischen Gottesdienst im Paderborner Dom unter dem Leitwort „Getragen“ gefeiert. Geleitet wurde der Gottesdienst von der evangelischen Studierendenpfarrerin Heidrun Greine und dem katholischen Studierendenpfarrer Tobias Hasselmeyer.

Die Mitwirkenden des ökumenischen Gottesdienstes zur Semestereröffnung ziehen gemeinsam in den Dom ein. Foto: Theresa Oesselke / KHG Paderborn

Zum Auftakt teilten die Studentinnen Mira Happel, Paula Buchholz und Franziska Kroh ihre Erfahrungen zum Thema „Getragen“ mit anderen. „Ob Freunde oder Kommilitonen, die ich noch gar nicht gut kenne: Für mein Leben ist die Erfahrung wichtig, dass ich mich auf ihre Unterstützung verlassen kann“, sagte Mira Happel. Paula Buchholz und Franziska Kroh erzählten von ihrem persönlichen Zugang zum Glauben durch Menschen um sie herum.

Nach den drei persönlichen Redebeiträgen hatten die Gottesdienstbesucher Gelegenheit zum Innehalten. Sarah Kaiser, Referentin der KHG, gab einen Impuls zur Besinnung mit folgenden Fragen: „Wo haben mir andere geholfen, Zugang zu finden, anzukommen oder mich zugehörig zu fühlen? Wann habe ich mich getragen gefühlt?“ In einer Austauschrunde konnten die Studierenden ihre ganz persönlichen Erfahrungen miteinander teilen.

Studierendenpfarrer Tobias Hasselmeyer (von links, KHG), der evangelische Pfarrer, Schauspieler und SchriftstellerJulian Sengelmann sowie Studierendenpfarrerin Heidrun Greine (ESG)  leiteten den Gottesdienst zum Semesterstart. Foto: Theresa Oesselke / KHG Paderborn

Aus dem Evangelium wurde den Gottesdienstteilnehmern der biblische Bericht vorgestellt, in dem vier Personen ihrem gelähmten Freund über das Dach eines Hauses in Kapernaum Zugang zu Jesus verschaffen, sodass ihr Freund die Möglichkeit auf Heilung hat: Sie machen das Dach wortwörtlich kaputt, verursachen einen Dachschaden. Julian Sengelmann, evangelischer Pfarrer, Musiker, Schauspieler und Schriftsteller aus Hamburg, predigte im Dreiklang von „Heilung. Freundschaft. Dachschaden.“ und rief zum „Mut zum Dachschaden“ auf. Denn: „Ohne Dachschaden wäre an diesem Tag in Kapernaum nichts passiert. Der Gelähmte wäre weiterhin gelähmt. Viele, die von dieser Heilung und der gesamten Szene angerührt sind, müssten ohne diesen Anstoß für ihr Leben auskommen. Wie gut, dass die vier Freundinnen und Freunde einen Dachschaden riskiert haben!“

Sengelmann erinnerte die Studierenden zudem an die Zusage Gottes: „Du bist nicht, was Du hast. Du bist auch nicht, worin Du versagst. Du bist vor und nach allem, was Du leistest. Und Du bist trotz allem, worin Du versagst, zuerst und zuletzt mein Kind. Glaub dran und vertrau darauf.“

Der evangelische Pfarrer, Schauspieler und SchriftstellerJulian Sengelmann hielt die Predigt zum Thema „Heilung. Freundschaft. Dachschaden.“ und trug eines seiner Lieder vor. Foto: Theresa Oesselke / KHG Paderborn

Sengelmann trug im Anschluss an seine direkte und motivierende Predigt eines seiner Lieder vor und formte spontan aus der Gottesdienstgemeinschaft einen Chor. Die Teilnehmer konnten anschließend persönliche Anliegen, für die sie Kraft benötigen, aufschreiben und in einen Korb legen. Die Teams der KHG und ESG werden diese im persönlichen Gebet und in den Fürbitten der künftigen Gottesdienste aufnehmen, um die Studierenden auch im Gebet zu begleiten.

Gestaltet wurde der Gottesdienst im Paderborner Dom durch die Musik der Studenten Daniel Heiduk (Klavier und Gesang) und Paul Algermissen (Gitarre und Gesang). Mit der Kombination aus selbst geschriebenen und bekannten Liedern berührten die Musiker die Gottesdienstteilnehmer und ermöglichten ihnen einen weiteren Zugang, um Gott zu begegnen. Hanna Branahl, Referentin der KHG, lud die Studierenden zu Sektempfang im Forum St. Liborius ein.

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