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Im Quinhagen wird dem Schleichverkehr der Kampf angesagt

Suche nach einer Lösung

Paderborn (WB). Das Verkehrsproblem in der Straße Im Quinhagen in Schloß Neuhaus lässt sich nicht so einfach lösen. Das hat jetzt die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke klar gestellt.

Ingo Schmitz

1600 Fahrzeuge rollen pro Tag durch die Straße Im Quinhagen in Schloß Neuhaus. Vielfach handelt es sich um Schleichverkehr. Nun sucht die Stadtverwaltung nach einer Lösung, wie man die ortsfremden Autos ausbremsen kann. Foto: Ingo Schmitz

Wie berichtet, geht es in dieser Debatte um die Ansiedlung des neuen Hornbach-Baumarktes an der Stadionallee hinter dem Finke-Möbelhaus. Die Anlieger der Straße Im Quinhagen fürchten nun, dass der eh schon hohe Anteil der Schleichverkehre in Schloß Neuhaus durch den Baumarkt weiter zunimmt. Der Quinhagen wird laut Untersuchungen eines Gutachters schon jetzt zu 82 Prozent von Ortsfremden als Abkürzung genutzt.

Konflikt der Interessen

SPD-Fraktionschef Franz-Josef Henze machte deutlich, dass er die Bedenken der Anwohner teile. Vor allem mache er sich Sorgen um die Einmündung Quinhagen/Schloßstraße, die schon jetzt überlastet sei. Er stellte klar, dass eine optimale Lösung nicht gefunden werden könne, denn im Quinhagen gibt es nicht nur eine enge Bebauung, einen Spielplatz und eine Spielstraße, sondern auch Einzelhandel, der auf die Kundenströme angewiesen sei.

Henze forderte erneut – wie schon im Bezirksausschuss am vergangenen Dienstag – dass vor einer Ansiedlung des Hornbach-Marktes zunächst das Verkehrsproblem entzerrt werden müsse.

Aus Sicht von CDU-Fraktionschef Markus Mertens seien die meisten Argumente der SPD nachvollziehbar. Allerdings könne man nicht erst die Alltagstauglichkeit eines Verkehrsversuches abwarten, bevor es dann mit dem Baumarkt weiter gehe. »Das ist realitätsfern. Wir kommen sonst nicht voran«, betonte der CDU-Chef.

Entscheidung vor der Sommerpause

Mertens schlug vor, noch vor der Sommerpause in einer der nächsten beiden Sitzungen des Bau- und Planungsausschusses Entscheidungen zu treffen. Bis dahin soll die Verwaltung Lösungsvarianten für die Verkehrsführung erarbeiten.

Die Technische Beigeordnete Warnecke verdeutlichte, dass man den Investor nicht ewig hinhalten könne, zumal es bereits einen rechtsverbindlichen Bebauungsplan gebe. Hornbach könnte demnach sofort bauen. »Die Gremien haben immer gesagt, dass sie an dieser Stelle einen Baumarkt haben wollen«, betonte Warnecke. Dieses Ziel dürfe man nicht aus den Augen verlieren. Mertens stimmte zu: Der Knoten müsse schon bald durchschlagen werden. Das sah auch Grünensprecher Florian Rittmeier so.

Gegen die Stimmen der LKR votierte der Ausschuss mehrheitlich für den Antrag der SPD, die Änderung des Bebauungsplans »Stadionallee« vorerst auf Eis zu legen. Jetzt muss sich die Verwaltung mit dem Verkehrsproblem befassen.

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