Schwierige Verhandlungen und Vorgespräche sind abgeschlossen

Supermarkt in Paderborns Ex-Zentralstation soll im Herbst 2023 eröffnen

Paderborn

Nach komplizierten Verhandlungen gibt es einen Durchbruch: Der von vielen Paderbornern ersehnte Lebensmittelmarkt im Bereich der ehemaligen Zentralstation kann realisiert werden, wenn die Politik Grünes Licht gibt.

Maike Stahl

Noch wird in der ehemaligen Zentralstation nur die Tiefgaragenausfahrt verlegt. 2023 soll hier ein Supermarkt öffnen. Foto: Oliver Schwabe

Eine Eröffnung stellt die Technische Beigeordnete Claudia Warnecke für Herbst 2023 in Aussicht. Beschließen muss über das weitere Vorgehen der Bauausschuss am Donnerstag , 20. Mai (17 Uhr im Rathaus).

Wenn die planerischen Grundlagen geschaffen sind, sollen die Bauarbeiten laut Beschlussvorlage bis Mitte 2023 abgeschlossen sein. Entstehen soll auf einer Gesamtnutzfläche von etwa 2200 Quadratmetern ein Vollsortimenter mit 1500 Quadratmetern Nutzfläche. Nach Informationen dieser Zeitung ist die Rewe-Gruppe an dem Standort interessiert. Das bestätigte eine Sprecherin der Rewe-Group am Freitag auf Anfrage.

„Damit wird nicht nur die bisherige Versorgungslücke im Innenstadtbereich geschlossen, sondern mit der Etablierung eines wichtigen Frequenzbringers ein weiterer wesentlicher Baustein im Rahmen der Revitalisierung der Königsplätze realisiert“, freut sich Warnecke über das Ergebnis. Auch vor dem Hintergrund der für die Innenstadtlagen absehbaren Konsequenzen der Corona-Krise würde die Innenstadt damit nachhaltig gestärkt.

Die Gespräche mit den Eigentümern über die Nachnutzung des ehemaligen Busbahnhofs laufen bereits seit die Politik 2018 beschlossen hatte, die ehemalige Zentralstation als Bushaltestelle aufzugeben. Die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes hat aus Sicht der Stadtverwaltung oberste Priorität. Allerdings gebe es dabei „eine ganze Reihe von Hindernissen aus dem Weg zu räumen“, hatte Warnecke dem Bauausschuss bereits Mitte März berichtet. Das sei jetzt in einem komplexen Prozess unter Federführung der Verwaltung und in Kooperation mit Projektentwicklung, Betreibern und den Eigentümern einvernehmlich gelungen.

Schwierig seien neben komplexen baulichen Anforderungen die Eigentumsverhältnisse mit mehreren Besitzern. Eine Übertragung auf einen Investor sei nicht möglich, weil das jeweilige Eigentum sich nicht nur auf die Zentralstation, sondern auch auf die darüberliegenden Gebäude beziehe. Stattdessen soll nun bis Ende des Jahres eine so genannte Grunddienstbarkeit zugunsten eines Investors gesichert werden. Über dieses juristische Konstrukt war auch die Nutzung der Zentralstation sichergestellt worden.

Am Montag beginnt außerdem der Neubau der Zentralen Omnibus-Haltestelle (ZOH) an der Westernmauer.

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