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Neuer Leiter des Referats Kirchenmusik im Erzbistum

Susteck folgt auf Thissen

Paderborn

Seit 1987 ist Professor Dr. Paul Thissen Leiter des Referats Kirchenmusik im Erzbischöflichen Generalvikariat Paderborn. Im Juli dieses Jahres geht Thissen in den Ruhestand. Mehr als 30 Jahre lang war er Ansprechpartner in allen kirchenmusikalischen Fragen und Koordinator der überpfarrlichen Arbeit der Dekanatskirchenmusiker. Sein Nachfolger wird Dominik Susteck aus Köln.

wn

Die systematische Fundierung kirchenmusikalischer Professionalität sei stets sein Ziel gewesen. Deshalb freut sich Paul Thissen rückblickend auf die Schaffung von 30 zusätzlichen hauptberuflichen Stellen neben den 18 Dekanatskirchenmusiker-Stellen. „Zudem konnten die Stellen für die kirchenmusikalische Arbeit in Liturgie und Konzert finanziell gut ausgestattet werden. Während Paderborn in den 80er und 90er Jahren eher als kirchenmusikalisches Entwicklungsland gesehen wurde, spielen wir heute im Konzert der deutschen Diözesen eine zentrale Rolle“, so Paul Thissen.

Paul Thissen

Als einen Höhepunkt nennt er die Zusammenarbeit mit Petr Eben bei der Realisierung der Auftragskomposition für das 1200-jährige Jubiläum des Erzbistums Paderborn sowie das in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule Detmold durchgeführte Messiaen-Festival. „Ich werde auch im Ruhestand als Organist konzertieren und mich verstärkt der wissenschaftlichen Arbeit widmen, aber auch in größerem Umfang parteipolitisch engagieren“, blickt Prof. Dr. Paul Thissen auf die weitere Zukunft.

Der 44-jährige Dominik Susteck übernimmt im Sommer die Nachfolge. Seit 2007 ist Susteck Organist der Kölner Kunst-Station Sankt Peter. Neben Lehrtätigkeiten an Hochschulen in Essen, Düsseldorf, Weimar und Köln machte er mit modernen Improvisationskonzerten auf sich aufmerksam. Daneben spielte er zahlreiche Uraufführungen von Werken jüngerer Komponisten. Sein überwiegend auf zeitgenössische Musik ausgerichtetes Repertoire präsentierte er auf mehreren CDs beim Label Wergo und Querstand in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk, zweimal hintereinander erhielt er dafür den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Auch als Komponist wurde er mit Preisen ausgezeichnet.

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