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„KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“

Tag des offenen Denkmals am Sonntag in Paderborn

Paderborn

Unter dem Motto „KulturSpur. Ein Fall für den Denkmalschutz“ lädt die Stadt Paderborn zum „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag, 11. September, alle Bürger ein, sich auf Spurensuche zu begeben. Das diesjährige Motto greift die Frage auf, welche Erkenntnisse und „Beweise“ sich aus der Bausubstanz eines Baudenkmals gewinnen lassen.

Der Hopheiturm an der Stadtmauer am Liboriberg. Beim „Tag des offenen Denkmals“ steht am Sonntag  in Paderborn die historische Stadtbefestigung mit den Resten der mittelalterlichen Stadtmauer im Fokus. Foto: Paul Drotleff

Welche Spuren hat menschliches Handeln durch die Jahrhunderte hindurch an Gebäuden hinterlassen? Welche „Taten“ wurden in oder an einem Gebäude verübt? Von welchen Ereignissen und Geschichten berichten sie? Die Bausubstanz historischer Gebäude steckt voller Spuren, Narben, Ergänzungen und Veränderungen – allesamt „Beweismittel“, die uns, die wir keine Zeitzeugen mehr sind, Hinweise auf den Lauf der Geschichte geben.

In Paderborn steht in diesem Jahr die historische Stadtbefestigung mit den Resten der mittelalterlichen Stadtmauer, der noch erkennbaren Wall- und Grabenzone und der begrünten Promenade im Fokus. Sie dokumentiert fast 900 Jahre Paderborner Stadtgeschichte. Gute Zeiten zeigen sich durch eine solide Bauweise der Mauer und eine sorgsame Instandhaltung. Schlechte und kriegerische Zeiten erkennt man an eilig durchgeführten Verstärkungen oder mangelnder Unterhaltung.

Digitale Angebote der Stadt Paderborn

Die Beiträge der Stadt Paderborn werden in diesem Jahr in digitaler Form präsentiert. Das LWL-Museum in der Kaiserpfalz bietet einen Kinderworkshop an. Für den Besuch der städtischen Museen wird am Sonntag kein Eintritt erhoben.

Die Beiträge im Einzelnen sind unter folgendem Link abrufbar: www.paderborn.de/tofd2022

Die digitale Filmcollage „Stadtmauer“ von historischen Plänen, Abbildungen und Ausschnitten historischer Filme aus dem Stadt- und Kreisarchiv Paderborn vermittelt einen Eindruck von dem Jahrhundertprojekt, mit deren Bau die Paderborner Bürgerschaft um 1100 n. Chr. begonnen hat und für dessen Schutz und Erhalt sich die Stadt Paderborn und seine Bürgerinnen und Bürger auch heute noch einsetzen.

Wer einen Rundgang um die historische Stadtmauer machen will, kann sich mit der App „Actionbound“ auf den Weg machen. Erstellt wurde der Rundgang von Paul Drotleff im Rahmen seines Freiwilligen Sozialen Jahres in der Unteren Denkmalbehörde der Stadt Paderborn. Ein besonderer Tipp für Jugendliche.

Am Tag des Denkmals können die städtischen Museen der Stadt Paderborn kostenfrei besucht werden. Im Stadtmuseum ist der Kreuzgang des Abdinghofklosters geöffnet. Das Kunstmuseum und das Naturkundemuseum befinden sich im Marstall – dem barocken Pferdestall der Fürstbischöfe aus den 1730er Jahren. Das Residenzmuseum im Schloss öffnet die Türen zu den ehemaligen Wohnräumen der Fürstbischöfe. Die Galerie in der Reithalle beeindruckt durch die hölzerne Dachkonstruktion, die aus preußischer Zeit stammt. Die Öffnungszeiten: 10 bis 18 Uhr.

Kirchliche Baudenkmäler erkunden

Auch im Erzbistum Paderborn können am Tag des offenen Denkmals zahlreiche kirchliche Baudenkmäler mit ihrer Geschichte erkundet werden. Direkt in Paderborn sind dies: Bildungs- und Tagungshaus Liborianum /Kapuzinerkirche Paderborn, LWL-Museum in der Kaiserpfalz (Eintritt beim Tag des offenen Denkmals frei, Workshop- und Führungsangebot), Priesterseminar und Leokonvikt (Führungsangebot).

Beim Finden und Entdecken hilft die digitale Denkmalkarte: https://programm.tag-des-offenen-denkmals.de/programm. Hier gibt es alle wichtigen Infos über Architektur, Besuchszeiten und Programm vor Ort auf einen Blick, ebenso wie praktische Hinweise zu Parkmöglichkeiten oder Verpflegung. Zudem können Denkmäler gezielt nach Stadt, Umkreis oder Denkmal beziehungsweise Event, etwa einer Führung, gesucht werden.

Die meisten Baudenkmäler sind am Tag des offenen Denkmals in der Zeit zwischen 11 bis 17 Uhr geöffnet. Über abweichende Zeiten informiert die digitale Denkmalkarte.

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