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 Erwin Grosche und sein „Milik“ zieren einen Hundekalender

Tierischer Titelheld aus Paderborn

Paderborn

Das nächste Jahr wird „sicher hunderbar“, sagt Erwin Grosche voraus. Der Paderborner Kabarettist hat es aufs Titelblatt des „literarischen Hundekalenders 2023“ gebracht.  Er enthält witzige Bemerkungen, nachdenklich stimmende Geschichten, Erfahrungsberichte auch vom Sterben des geliebten Vierbeiners sowie Zeichnungen und Zitate berühmter Zeitgenossen.

Von Dietmar Kemper

Erwin Grosche ist ein großer Hundeliebhaber. „Milik“ ist sein treuer Begleiter.  Foto: Juliane „Linse “ Befeld

Erwin Grosche ist schon lange auf den Hund gekommen. „Milik“ heißt sein treuer Begleiter, der vieles darf, aber nicht mit auf die Bühne. Diesmal durfte er, fotografiert von Juliane „Linse“ Befeld  mit aufs Titelblatt. Im Scheinwerfer von Literaten, Cartoonisten und Kabarettisten stehen Hunde seit langem.

Picasso rühmt den Hund

„Der beste Therapeut hat ein Fell und vier Pfoten“, schrieb der amerikanische Autor Mark J. Asher, und der persische Dichter Hafis beklagte im 14. Jahrhundert: „Treu ist, oh Jammer, nur der Hund zu nennen, indes die Menschen nichts als Feindschaft kennen“. Pablo Picasso malte nicht nur einen Hund, er rühmte ihn auch: „Ein Hund entscheidet sich einmal für den Rest seines Lebens. Er fragt sich nicht, ob er wirklich mit uns alt werden möchte. Er tut es einfach. Seine Liebe, wenn wir sie erst verdient haben, ist absolut.“

 Der literarische Hundekalender Hundekalender ist für 22,50 Euro im Buchhandel erhältlich.  Foto: Oliver Schwabe (Repro)

Der Kalender ist voll mit pointierten Zitaten über die Treue des Hundes und andere Eigenschaften, und er enthält auch Geschichten, die sich tatsächlich so abgespielt haben sollen. Wie die von „Bobby“, dem Hund des Polizisten John Gray in Edinburgh. Als er 1858 starb, soll sein Hund 14 Jahre lang nicht von seinem Grab gewichen sein. Mit Ausnahme der Mahlzeiten, die er im nahen „Coffee House“ bekam. Als der Skye Terrier selbst mit 16 Jahren sein Leben aushauchte, wurde er demnach auf demselben Friedhof beerdigt wie sein Herrchen, obwohl dort eigentlich keine Hunde erlaubt waren. 

Das geht ans Herz, die Witze im Kalender wiederum treffen mitten ins Zwerchfell. Grosche hat  einen eigenen beigesteuert: „Wer einen Hund hat, braucht keinen Bumerang, außer man will ihn ärgern“. Es macht Spaß, den Hundekalender durchzublättern. Er eignet sich als Geschenk für Hundefreunde, aber vielleicht sogar auch für Hundehasser.

Wenn die die Geschichte vom Lesehund Arkash oder das Zitat von Graf de Buffon („Einer der Unterschiede zwischen Mensch und Hund besteht darin, dass man sich in der Not auf diesen niemals, auf jenen immer verlassen kann“) lesen oder sich die Zeichnung mit den Hütehunden anschauen, ist Hundegebell am frühen Morgen nur noch halb so schlimm.

Der Kalender ist erhältlich über die Edition Martin Gold in Frankfurt am Main (Telefon: 06997948711; www.editionmartingold.com; [email protected]). Er hat die ISBN-Nummer 978-3-9821503-5-2) und kostet 22,50 Euro

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