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Die Bremer Stadtmusikanten im Theater Paderborn

Tierisches Vergnügen für die ganze Familie

Paderborn (WB). Auf ein tierisches Weihnachtsstück mit einer ermutigenden Botschaft dürfen sich die Theaterbesucher freuen: Danielle Strahm inszeniert das Grimmsche Märchen »Die Bremer Stadtmusikanten«, das am Mittwoch, 30. Oktober, um 11 Uhr im Großen Haus uraufgeführt wird.

Sonja Möller

Das Theater Paderborn bringt als nächstes Stück die Bremer Stadtmusikanten auf die Bühne. Premiere ist am Mittwoch, 30. Oktober. Weitere fünf Aufführungen folgen. Foto: Tobias Kreft

Nach der eher gruseligen Inszenierung von »Die Weihnachtsgeschichte« im vergangenen Jahr soll es dieses Mal fröhlich und locker werden – »eben ein schönes Familienstück«, wie Theatersprecherin Antonia Winkler sagt. Und da passen die Bremer Stadtmusikanten von den Brüdern Grimm genau. Erzählt wird die Geschichte von vier verstoßenen Tieren, die sich zusammentun und einen Traum verfolgen.

Ausgestoßene schließen sich zusammen

Es geht um einen Esel, einen Hund, eine Katze und einen Hahn, die das gleiche Schicksal teilen: Sie sind alt und schwach und werden von ihren Besitzern vom Hof gejagt. In ihrer Not gründen die Tiere eine Bande und wollen zusammen nach Bremen ziehen – einem abstrakten Sehnsuchtsort, in dem noch keiner von ihnen zuvor war – und ihr Glück als Stadtmusikanten versuchen.

Unterwegs machen die Tiere Halt in einem Wald, in dem viele Räuber leben. Die Vier ändern ihren Plan und übernehmen das Räuberhaus, weil es so gemütlich aussieht. Dort bleiben sie dann. »Zuhause ist man da, wo seine Freunde sind und man sich wohlfühlt«, nennt Regisseurin Danielle Strahm die Botschaft hinter der Geschichte. Es geht um Zusammenhalt, Freundschaft und das Gefühl, zuhause zu sein: »Jeder für sich wäre aufgeschmissen. Sie kommen nur so weit, weil sie Freunde sind«, erzählt Dramaturgin Ramona Wartelsteiner.

Umbauten werden ins Stück eingebaut

Fünf Gastschauspieler kehren für das Weihnachtsstück ans Theater Paderborn zurück. Ferdi Özten, Meda Gheorghiu-Banciu, Kristine Walther und Denis Wiencke verkörpern die Tiere. Alessandra Ehrlich spielt die Bäuerin. Zudem verwandeln die Fünf sich in die Räuber – Kostümwechsel inklusive, für den gerade mal 25 Sekunden zur Verfügung stehen. »Das war eine Herausforderung«, sagt Matthias Strahm, der für Kostüme und Bühnenbild zuständig ist. Die Umbauten werden ins Stück eingebaut, erzählt Danielle Strahm: »Es bleibt die ganze Zeit magisch. Wir bauen die Fantasie der Kinder ein.«

Geschrieben hat das Stück übrigens Philipp Löhle. Die Regisseurin freut vor allem, dass auf ihren Wunsch viel Musik ins Stück eingebaut wurde: »Philipp Löhle hat viele Lieder reingeschrieben. Die Musik wurde extra für diese Inszenierung komponiert, was ein wahnsinniges Geschenk ist. Der Komponist Florian Wagner hat alles maßgeschneidert so komponiert, wie ich es brauchte«, erzählt Danielle Strahm.

Die Uraufführung ist bereits ausverkauft. Neben den Schulaufführungen ist das Stück an fünf Terminen zu sehen: 17. und 24. November, 8., 14. und 22. Dezember.

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