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Fachtag in Paderborn vermittelt pädagogischen Fachkräften Wissen für die Praxis

Über Kinder und digitale Medien

Paderborn

Wo liegen für junge Kinder die Chancen und Herausforderungen im Umgang mit sozialen Medien? Können sie sich bewusst und sinnhaft in der medialen Welt bewegen? Oder hat die Mediennutzung in frühen Jahren vielmehr negative Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes? Diese und weitere Fragen diskutierten die Teilnehmer des Fachtags „kinder.kompetent.digital - Digitale Medien in der Kindheit“  in den Räumen der Katholischen Hochschule Paderborn (Katho).

Zeigten sich zufrieden mit dem Fachtag Digitale Medien in der Kindheit (von links): Sebastian Rost (Katho NRW), Bernhard Schaefer (Vorsitzender Jugendhilfeausschuss), Petra Erger (Leitung Jugendamt Stadt Paderborn), Birgit Günther (Leitung Städtische Kita Fontane), Prof Dr. Patrick Isele (Katho NRW), Sabrina Cardinale (Leitung Städtische Kita Unter dem Regenbogen), Prof. Dr. Hans Hobelsberger (Rektor Katho NRW), Sabine Kramm (stellvertretende Bürgermeisterin), Regina Schlüter (Leitung Katholische Kita St. Vincenz), Hildegard König (Städtische Fachberatung Kindertageseinrichtungen), Theresa Driller (Bildungsbüro Kind & Ko). Foto: Stadt Paderborn

Am Fachtag, der von Julia Ures moderiert wurde, nahmen rund 100 Interessierte, insbesondere pädagogische Fachkräfte, in Präsenz teil. Weitere 40 schalteten sich per Live-Stream zu.

„Die Digitalisierung hat unsere Handlungsroutinen und auch andere Kommunikationsformen verändert“, machte Prof. Dr. Hans Hobelsberger, Rektor der Katho NRW, in seinem Grußwort deutlich. Dies wiederum verändere soziale Strukturen. Hobelsberger: „Heute bewegt man sich in Bubbles.“

Erwachsene müssen Kinder unterstützen

„Muss die Auseinandersetzung mit digitalen Medien schon in der Kita erfolgen? Und wenn ja, wie?“, fragte sich Paderborns stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Kramm in ihrem Grußwort und zeigte sich skeptisch. Sicher sei jedoch, dass es Erwachsene brauche, die die Kinder auf ihrem medialen Weg begleiten und unterstützen. „Daher ist es unendlich wichtig, dass Sie sich dieser Thematik stellen und sich viel Zeit für den Austausch nehmen“, empfahl Kramm den Teilnehmern.

Im Hauptvortrag ging Professorin Dr. Helen Knauf von der FH Bielefeld zunächst allgemein auf Herausforderungen für soziale Professionen ein, die mit Digitalisierung und Kindheit einhergehen. Sie beschäftigt sich mit der Frage, welche Bedeutung die Digitalisierung für Kinder und somit auch für professionelle Zusammenhänge hat.

Anschließend wurden in parallel stattfindenden Workshops und Fachvorträgen praxisnahe Beispiele zur Arbeitsorganisation, zur akteursorientierten Kommunikation sowie zur pädagogischen Arbeit und Methodik vorgestellt und diskutiert.

Teilnehmer lernen neue Ansätze kennen

Die finanziellen Mittel für den Fachtag wurden durch einen Beschluss im Jugendhilfeausschuss zur Verfügung gestellt. „Bereits 2019 wurde einhellig beschlossen, dass entsprechende Haushaltsmittel für einen Fachtag zur digitalen Bildung zur Verfügung gestellt werden sollen“, sagte Bernhard Schaefer, Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses im Paderborner Stadtrat. Hierbei sei selbstverständlich berücksichtigt worden, dass eine solch große Veranstaltung einer gewissen Vorlaufzeit für die Planung bedürfe. „Die Planungsgruppe hat ein vielfältiges Programm zusammengesetzt und durch die persönliche Teilnahme konnte ich auch für mich ganz neue Ansätze der digitalen Mediennutzung kennenlernen“, sagte Schaefer.

Jugendamtsleiterin Petra Erger zeigte sich nach einem Tag voller Workshops und Vorträge zufrieden: „Wir haben einen sehr gelungenen Fachtag erlebt“, resümierte sie. „Insbesondere der Praxisbezug hat vielen Teilnehmenden für ihre tägliche Arbeit weitergeholfen.

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