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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Dienstag, 1. Februar – Aktualisierung: Wert am Mittwoch stark gestiegen 

Übertragungsfehler: keine neuen Fälle eingeflossen – Inzidenz  daher stark gesunken

Paderborn

Der Inzidenzwert für den Kreis Paderborn ist von Montag auf Dienstag gesunken und liegt laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 609,7 (-118,1). Allerdings sind am Montag keine Fälle aus Paderborn beim  Landeszentrum Gesundheit (LZG) in die Statistik eingeflossen.  Es habe einen "technischen Übertragungsfehler" gegeben, erklärte der Kreis. 

Von Lars Rohrandt

Proben für Corona-Tests werden für die weitere Untersuchung vorbereitet (Symbolbild). Foto: Hendrik Schmidt/dpa

Die Aussagekraft des Wertes, der niedrigste in NRW, ist also sehr begrenzt. "Der Fehler ist erkannt und wird durch ein Softwareupdate behoben. Die fehlenden Fälle sind dem LZG bereits heute übermittelt worden, so dass ab morgen, 2. Februar, das Infektionsgeschehen vor Ort sich wieder in der 7-Tage-Inzidenz widerspiegeln dürfte", erklärt der Kreis in seinem Corona-Lagebericht am Dienstag. Auch in der vergangenen Woche hatte es eine Störung gegeben, so dass keine neuen Fälle übermitteilt wurden.

(Aktualisierung: Am Mittwochmorgen gibt das RKI die Inzidenz mit 991,1 an. 1627 Fälle aus dem Kreis Paderborn flossen am Dienstag neu in die Statistik des LZG ein, davon datiert die Landeseinrichtung in Bochum 705 auf den den Dienstag selbst. Durch die vielen Nachmeldungen stieg der Dienstagswert rückblickend von 609,7 auf 890,9.)

Wie berichtet, hatte der Kreis Paderborn am vergangenen Donnerstag eine Vereinfachung des Meldeverfahrens mit dem LZG bekannt gegeben, um die Abarbeitung der Corona-Fälle in den Griff zu bekommen.  Der Wert stieg daraufhin von 337,9 (Freitag) auf 727,8 (Sonntag).

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am 1. Februar bei 1272,1 und in Deutschland bei 1206,2. Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 1434,4 – Hochsauerlandkreis 1845,7 – Höxter 1163,0  – Lippe 892,0 – Soest 1089,3.

Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

66 Corona-Erkrankte mit Wohnsitz im Kreis Paderborn werden den Kreis-Angaben zufolge derzeit in hiesigen Krankenhäusern behandelt, 19 von ihnen intensivmedizinisch (Montag: 62/20). Das DIVI-Intensivregister gibt für den Kreis Paderborn an, dass 59 von 73 Intensivbetten belegt sind (Stand: 1.2., 16 Uhr, stündliche Aktualisierung, Erwachsenen-Intensivstationen). 190 Menschen sind seit Pandemie-Beginn in Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

Impfungen

Sowohl in der Impfstelle des Kreises Paderborn (Sälzerhalle in Salzkotten) als auch bei den mobilen Impfaktionen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz ist eine FFP2-Maske zu den Impfterminen zu tragen.

Mobile Impfaktionen:

- Mittwoch, 2. Februar, 12-17 Uhr: Jobcenter Paderborn, Ratenaustraße 28-30

- Samstag, 12. Februar, 11-17 Uhr: Bürgerhaus Elsen, Bohlenweg 27, Paderborn

mit Termin: kreis-paderborn.de/impfen; angeboten werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen für alle ab 12 Jahren; es besteht freie Impfstoffwahl

Erwachsenen- und Kinderimpfungen in der Impfstelle des Kreises Paderborn in der Sälzerhalle in Salzkotten in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz (Impfen mit und ohne Termin):

Angeboten werden die mRNA-Impfstoffe Biontech für alle zwischen 12 und 29 Jahren und Moderna ab 30 Jahren. Impftermine für Erstimpfungen, Zweitimpfungen und Auffrischungsimpfungen für alle ab 12 Jahren können unter kreis-paderborn.de/impfen vereinbart werden. 

Erstimpfungen für alle ab 12 Jahren sind in der Sälzerhalle auch ohne Termin zu den Öffnungszeiten der Impfstelle möglich: Geimpft wird montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr und donnerstags und freitags von 12 bis 20 Uhr.

Mitzubringen sind zu den Impfterminen ein amtliches Ausweisdokument, zum Beispiel der Personalausweis, die Krankenversicherungskarte und der Impfpass (soweit vorhanden) und die Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten bei den Kinderimpfungen. Ein Mustervordruck steht unter kreis-paderborn.de/impfen bereit.

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Infotelefon des Paderborner Kreisgesundheitsamts ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu COVID-19, zu den aktuellen Quarantäne- und Isolationsregeln sowie rund um das Thema Impfen gegen das Coronavirus.
www.kreis-paderborn.de/corona
www.kreis-paderborn.de/impfen
www.kreis-paderborn.de/schnelltest

Patienten mit Verdacht auf Corona können sich außerhalb der Öffnungszeiten der Hausarztpraxen an den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung, Telefon 116117 wenden. In Notfällen wie  Atemnot oder starke Schmerzen im Herzbereich oder Brust sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung, und hier das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona (Coronaschutzverordnung in der ab dem 16. Januar gültigen Fassung).

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

Das Robert-Koch-Institut (RKI) dazu: "Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden.  Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt." Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten die letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf.

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