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Uni Paderborn befasst sich mit dem Projekt »Tradition im Wandel«

Umfrage zum Schützenwesen

Paderborn (WB). Hat das Schützenwesen eine Zukunft? Mit dieser Frage befasst sich die Universität Paderborn in dem Projekt »Tradition im Wandel«.

Im April wurde die Landesgartenschau in Bad Lippspringe zur Schützenhochburg. 700 Schützen aus 17 Vereinen erklärten schützenunkundigen Besuchern Geist und Seele des Schützenwesens im Paderborner Land. Foto: Jörn Hannemann

Es wird jetzt durch eine Online-Umfrage ergänzt. Vom 12. Mai an können Schützen und Nichtschützen die Umfrage aufrufen und sagen, was sie am Schützenwesen gut oder altmodisch finden und was die Vereine tun sollten, um ihre Attraktivität zu steigern.

Initiator des Projektes ist das Center for Risk Management (CeRiMa) der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Umfrage, die sich vor allem an junge Leute richtet, endet am 31. August. Wer mitmacht, kann auf einen der Preise hoffen, die die Warsteiner Brauerei als Kooperationspartner stiftet (Fahrten im Heißluftballon, Konzertkarten).

Tipps für Schützenvereine

Bei dem Projekt »Tradition im Wandel« sollen die Probleme von Schützenvereinen herausgearbeitet werden und Tipps gegeben werden, wie sich die Vereine modernisieren können.

Stellvertretend für die vielen anderen konzentriert sich die Analyse auf fünf Vereine: die Bruderschaft Sankt Johannes und Sankt Hubertus in Wewer (Kreis Paderborn), die Schützenbruderschaft Sankt Hubertus in Brilon, die Bürgerschützengesellschaft Warstein, die Schützenbruderschaft Sankt Andreas in Velmede-Bestwig sowie die Schützenbruderschaft Sankt Severinus in Calle. Sie wurden zwischen 1417 (Calle) und 1910 (Wewer) gegründet, haben aber ähnliche Probleme, wie jetzt die Befragung der Vorstände durch Studenten ergab.

Uniform schreckt ab

Konkret sind das neben der Altersentwicklung und den leicht sinkenden Mitgliederzahlen die verkrusteten Strukturen, der abschreckende Uniformzwang und das fehlende Interesse an der Übernahme eines Postens. »Orden und Uniform geben vor allem jungen Leuten nichts, die wollen sich zwar einbringen, aber nicht in der bisherigen Form«, sagt Wirtschaftswissenschaftler Philipp Rustemeier vom CeRiMa.

Der Schützenverein sei heute nicht mehr gesetzt, sondern nur eine Alternative unter mehreren. Dass es auch ohne teure Uniformen geht, macht die Schützenbruderschaft Brilon vor. Hier reichen ein weißes Hemd und eine weiße Hose, fügt Peter Karl Becker. vom CeRiMa hinzu.

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