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Feuer in einem Mehrfamilienhaus am Pohlweg in Paderborn – zwei Bewohner erleiden Rauchgasvergiftung

Verdacht der fahrlässigen Brandstiftung

Paderborn

Nach einem offenbar fahrlässig verursachten Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus am Paderborner Pohlweg mussten am späten Mittwochnachmittag zwei Menschen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.

wn

Insgesamt 30 Kräfte der Feuerwehr waren bei dem Wohnungsbrand am Pohlweg im Einsatz. Foto: Feuerwehr Paderborn

Gegen 17.40 Uhr löste in der Wohnung einer 21-jährigen Frau ein Rauchmelder aus. In ihrer Wohnung war allerdings kein Feuer ausgebrochen. Der Rauch stieg offensichtlich aus der Wohnung darunter auf. Die junge Frau klopfte bei dem Mieter und führte den 59-jährigen Bewohner aus seiner verqualmten Wohnung. Sie klingelte bei allen anderen Mietern, so dass alle das Haus verlassen konnten. Die Feuerwehr wurde alarmiert und löschte den Brand.

Aufmerksame Zeugin klingelt bei allen Mietern

Die Zeugin und der 59-Jährige wurden wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftungen mit Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht. Nachdem die Feuerwehr das Haus gelüftet hatte, konnten alle Bewohner wieder in ihre Wohnungen zurück. In der betroffenen Wohnung entdeckte die Polizei angebrannte Handtücher. Der 59-jährige Mieter stand unter Alkoholeinwirkung. Ihm wurde im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen. Die Polizei ermittelt gegen den Mann wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung.

30 Feuerwehrkräfte im Einsatz

In dem etwa 45-minütigen Feuerwehr-Einsatz waren ehrenamtlichen Kräfte der Einheiten Stadtmitte und Heide, die beiden Löschzüge der hauptamtlichen Wachen Nord und Süd mit je einem Hilfeleistungslöschfahrzeug und einer Drehleiter, als auch ein Tanklöschfahrzeug, ein Kommandowagen (B-Dienst), ein Einsatzleitwagen (C-Dienst) sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug involviert. Das Personalaufkommen belief sich auf etwa 30 Einsatzkräfte.

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