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Künstler aus Paderborn und der Partnerstadt Bolton zeigen digitale Arbeiten

Videos zum Brexit

Paderborn (WB). In seinem Video zersägt Andy Smith ein Porträt des englischen Populisten Nigel Farage, der sich besonders vehement für den Austritt Großbritanniens aus der EU eingesetzt hatte. Am Ende wird er den Politiker trotzdem nicht los.

Dietmar Kemper

Patrik Hübner, Christian Stork (Schloßpark und Lippesee Gesellschaft), Markus Runte, Elmar Brinkmöller und Christian Lohre (von links) posieren vor einem Video. Foto: Dietmar Kemper

Das Video ist Teil der Ausstellung „Upload“, die vom 29. August bis 13. September im Forum junger Künstler im Gewölbesaal in Schloß Neuhaus zu sehen ist. Sie enthält digitale Arbeiten von acht Künstlern der Bolton School of the Arts, zu denen Andy Smith gehört, und von den drei Paderborner Künstlern Elmar Brinkmöller, Christian Lohre (beide vom Raum für Kunst) sowie Patrik Hübner.

Bolton statt Belleville

Eigentlich habe man Werke von Künstlern aus der amerikanischen Partnerstadt Belleville zeigen wollen, sagte Kurator Markus Runte, aber das habe das Coronavirus nicht zugelassen. Und so wurden, nicht zuletzt dank Elmar Brinkmöller, der mit Andy Smith befreundet ist, kurzfristig die Kontakte zum Künstlerkollektiv Standard im nordenglischen Bolton aktiviert.

In der Ausstellung auf digitale Werke zu setzen, ist in Zeiten von Corona am einfachsten. „Es bietet sich an, weil Lastwagen zurzeit keine Kunstwerke bringen können“, brachte es Markus Runte auf den Punkt. Die Arbeiten für „Upload“ kamen per Mail und Datencloud.

Die Besucher können die Installation #brexit von Christian Lohre und Jan Neukirchen erleben, bei der ein Computer Tweets zum Thema Brexit ausliest, die einen Kompressor antreiben, der wiederum durch den Luftdruck den Deckel einer Teekanne tanzen lässt. „Die Arbeit füllt gewissermaßen das Internet in Tassen“, sagt Christian Lohre selbst.

Nicht immer schmeichelhafte Stadtansichten

Elmar Brinkmöller zeigt in schneller Folge nicht immer schmeichelhafte Stadtansichten von Bolton. Mit „Some Bolton Views“ will er zeigen, wie die alte Industriestadt wirklich ist. Dabei bedient er sich aus einem Fundus an Bildern aus einer 2017 in Bolton ausgestellten Reihe mit verfremdeten Motiven. Die Fotos stammen von Andy Smith, den Elmar Brinkmöller 2016 bei einer Ausstellung englischer Künstler im Schlosspark kennengelernt hatte.

Patrik Hübner fasziniert „die Kombination von Menschen, Daten und Technik“. Daraus macht der Grafikdesigner und Creative Director, der für große internationale Agenturen arbeitet, Kunst – so wie in „Unmasked“, das mit Hilfe von Selfies das Zusammenspiel von Individualität und Veränderung illustriert. Die Zuschauer können sich selbst per Smartphone ins Kunstwerk hieven. „Upload“ ist von Samstag an dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr sowie am Wochenende von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

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