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Zwei Paderborner stellen den Tischfußball beim TFC Paderwahn vor

Viel mehr als nur ein Kneipensport

Paderborn (WB). „Eine starke soziale Komponente, ein bemerkenswertes Maß an Fairness und ein großer Fokus auf Taktik und Technik“ – für Stefan Schanz (54) machen diese Punkte Tischfußball aus. Er ist Spieler des TFC Paderwahn. Zusammen mit dem Vorstandsmitglied und Spieler Dominik Heßmer (24) gehört er zu den etwa 90 aktiven Mitgliedern des Paderborner Tischfußballclubs – und die Zahl wächst weiter.

Kevin Müller

Ob in Leistungszentren, Vereinsheimen oder Kneipen: Stefan Schanz (54) und Vorstandsmitglied Dominik Heßmer (24) sind Spieler beim TFC Paderwahn, der im Paderborner Black Sheep neben Übungskursen auch die Kickerliga Paderborn veranstaltet. Foto: Oliver Schwabe

Der TFC zählt zu den größten Kickervereinen in Nordrhein-Westfalen und stellt sieben verschiedene Mannschaften in der NRW-Liga sowie eine Mannschaft in der 2. Bundesliga. Zusätzlich organisiert der Verein die Kickerliga Paderborn. Im Hochschulsportprogramm werden auch Übungskurse angeboten. Ein eigenes Vereinsheim sucht der Verein noch.

Meist ohne Schiedsrichter

Ausgetragen werden Partien an offiziellen Kickertischen meist im Doppel. Dominik Heßmer sagt dazu: „Spielzüge und Absprachen mit dem Teampartner nehmen neben der Technik eine wichtige Rolle ein.“ Auf Schiedsrichter werde bei den Begegnungen in der Regel verzichtet. „Oft können Uneinigkeiten zwischen den Spielern geklärt werden. Der Sport profitiert von einem sehr hohen Grad an Fairness unter den Kontrahenten“, sagt Schanz.

Heßmer ergänzt, dass die soziale Komponente besonders zur Geltung komme: „Viele meiner ersten Kontakte in Paderborn konnte ich über den Tischfußball knüpfen.“ Von einer lockeren Atmosphäre profitierten dabei Spieler jeden Alters. Der Einstieg sei möglichst einfach gestaltet. „Die Grundlagen können schnell erlernt werden. Neue Spieler werden dort abgeholt, wo sie sich mit ihren Kenntnissen befinden und bekommen gute Tipps“, sagt Heßmer. Körperliche Voraussetzungen seien laut dem 24-Jährigen beim Tischfußball nicht sehr hoch. Vieles laufe über die sich stets entwickelnde Technik.

Von den sieben Teams spielen aktuell drei in der Kreis-, zwei in der Bezirks- und zwei in der Landesliga. Gespielt wird an sechs Sonntagen im Jahr, die als Sammelspieltage für die neun bis zehn Mannschaften je Gruppe fungieren. Die Teilnehmer der zweiten Bundesliga formieren sich aus den besten Mannschaften der Landesligen, die bei den Aufstiegsspielen in Uckerath gegeneinander antreten. In der 1. und 2. Bundesliga wird die Saison an zwei Wochenenden im Jahr ausgespielt. Ausgetragen werden Begegnungen meist in Vereinsheimen oder Kneipen, im Rahmen der Bundesligen oftmals auch in Hotels.

Seit 2012 anerkannter Sport in Deutschland

Vom Ruf des „Kneipensports“ wird sich bewusst entfernt: Tischfußball ist seit 2012 ein anerkannter Sport in Deutschland. An Spieltagen werde ein großer Wert auf Professionalität gelegt. Regeln wie etwa einheitliche Sportkleidung und ein Alkoholverbot für Spieler seien verpflichtend.

Kickerliga Paderborn

Zusätzlich zur Teilnahme an den Profiligen organisiert der TFC Paderwahn die Kickerliga Paderborn. Diese setzt sich aus zwei Ligen mit insgesamt 20 Mannschaften, einem Ligapokal und einem Ligacup zusammen. In der 2. Liga kann dabei jeder mit Interesse am Sport teilnehmen. Die Mannschaften haben dann die Chance, in die 1. Liga aufzusteigen. Dort sind die meisten Spieler auch im Profibereich aktiv. Die Ansetzungen der Spieltage sind dabei an den Hochschulsemestern orientiert. Spielorte sind das Black Sheep oder das AKKA in Paderborn. Im Black Sheep werden donnerstags auch Basis- und Fortgeschrittenenkurse von 19 bis 21 Uhr sowie anschließende Turniere veranstaltet. Die Mannschaften des TFC absolvieren ihre Trainingseinheiten jeden Mittwoch von 19 bis 22 Uhr ebenfalls im Black Sheep.

Paderborner Masters am 31. Januar

Ein Highlight stellt das Abschlussturnier im Januar dar: das Paderborner Masters. Die 19. Auflage des Turniers gastiert am Freitag, 31. Januar, um 18 Uhr im Grill Café der Universität Paderborn. Anmelden können sich Teams unter www.kickerliga-paderborn.de . Die Suche nach einem Vereinsheim läuft noch.

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