1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Paderborn
  6. >
  7. Viel Mitgefühl: herzlicher Empfang für Prinz Edward in Paderborn

  8. >

Jüngster Sohn von Queen Elizabeth II. trägt sich ins Goldene Buch ein

Viel Mitgefühl: herzlicher Empfang für Prinz Edward in Paderborn

Paderborn

 Prinz Edward, der jüngste Sohn der verstorbenen britischen Königin Elizabeth II., hat sich am Freitagmittag in das Goldene Buch der Stadt Paderborn eingetragen. Zuvor suchte der Graf von Wessex aber zunächst das Gespräch mit den etwa 300 Paderbornern, die vor dem Historischen Rathaus warteten und ihm viel Mitgefühl entgegenbrachten.

Bürgermeister Michael Dreier (links) und NRW-Landtagspräsident André Kuper (rechts) begrüßen Prinz Edward vor dem Paderborner Rathaus. Foto: Oliver Schwabe

Etwas mehr als zehn Minuten – entgegen dem Protokoll – nahm sich der Bruder von König Charles III. Zeit, um Beileidsbekundungen entgegenzunehmen, sich mit den Menschen zu unterhalten, Hände zu schütteln – und selbst zu gratulieren, denn vor dem Rathaus warteten gleich mehrere Hochzeitsgesellschaften.

Drei Tage nach der Beisetzung der britischen Königin Elizabeth II. im Familienkreis in der St.-Georges-Kapelle in Windsor war der 58-Jährige am Donnerstag um 17.42 Uhr am Flughafen Paderborn/Lippstadt gelandet. Nach einem Besuch bei den in der estnischen Hauptstadt Tallin stationierten britischen Soldaten hatte sich die Nummer 13 der britischen Thronfolge am Donnerstagnachmittag mit einem Privatjet zum Airport nach Büren-Ahden  fliegen lassen.

Von dort aus ging es, eskortiert von der Polizei, nach Sennelager, wo Prinz Edward ebenfalls den dort stationierten Streitkräften einen Besuch abstattete. Der Nato-Stützpunkt in Sennelager trägt die Bezeichnung „Nato Forward Holding Base“. Prinz Edward ist Ehrenoberst besuchte sein Regiment, die Royal Wessex Yeomanry, und übernachtete dort von Donnerstag auf Freitag. 

Samantha Taubmann (40), Tochter eines britischen Soldaten und Schichtleiterin in der Küche der Nato Forward Holding Base, wechselte vor dem Rathaus ebenfalls ein paar Worte mit dem Prinzen: „Ich habe ihm natürlich mein Beileid ausgesprochen. Er hat mir gesagt, dass der Tod der Queen ein Verlust für sehr viele Menschen weltweit ist, nicht nur für die Familie selbst.“

Für Prinz Edward ist es nach 2017 der zweite Besuch in Paderborn. Er macht sich vor Ort auch ein Bild von den Beileidsbekundungen zum Tod seiner Mutter, die selbst dreimal – in den Jahren 1965, 1977 und 1985 – in der Domstadt zu Gast war.

Die Ehefrau von Prinz Edward, Gräfin Sophie von Wessex, war im Sommer 2016 zu Besuch in Paderborn. Mit diesem königlichen Besuch und einer „Lebewohl-Parade“ leiteten die britischen Streitkräfte ihren Abschied und Rückzug aus Paderborn ein. Gräfin Sophie von Wessex dankte Paderborn vor rund sechs Jahren: „Wir bleiben Freunde.“

Startseite
ANZEIGE