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Thomas Mertens tritt für Paderborner Ortsgruppe der Europa-Partei an

Volt stellt eigenen Landratskandidaten auf

Paderborn (WB/mba). Zur Europawahl 2019 ist die Volt-Partei erstmals öffentlich stärker in Erscheinung getreten. Seit vergangenem Sommer gibt es auch eine Ortsgruppe in Paderborn. Nachdem die Partei mit Verani Kartum vor ein paar Wochen einen eigenen Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl im September präsentiert hat, stellt sie nun mit Thomas Mertens (50) auch einen eigenen Kandidaten für die Landratswahl auf.

Setzen sich für die Ziele der Volt-Partei ein (von links): Landratskandidat Thomas Mertens, Sophie Grawe, die in Büren antritt, und Thomas Willeke. Foto: Ostwestfalen-Lippe Fotografie

Wie die Volt-Partei am Montag mitteilte, habe die Ortsgruppe der Volt-Partei am Sonntag bei ihrer Aufstellungsversammlung den Datenverarbeitungskaufmann Thomas Mertens zum Landratskandidaten nominiert. Unterstützt werde er vom Diplom-Bauingenieur und Energieberater Thomas Willeke. Trotz der aktuellen Corona-Beschränkungen sei es der Volt-Ortsgruppe gelungen in allen 30 Kreisbezirken und allen 29 Stadtbezirken einen Kandidaten aufzustellen. In Paderborn setzt die Partei auf Sozialberater Verani Kartum, der, wie berichtet, als Bürgermeisterkandidat antritt. Er wird den Angaben nach von dem Wirtschaftsinformatik-Studenten Erik Glas unterstützt.

Für Wirtschafts- und Sozialreformen einsetzen

Landratskandidat Thomas Mertens, der sich selbst als Ükeraner bezeichnet, wertet die breite Unterstützung aus der Partei laut der Mitteilung „als Ausdruck der großen Begeisterung auf die Volt in Paderborn“. Er will sich vor allem für Wirtschafts- und Sozialreformen einsetzen. „Einem echten Paderborner brauchen wir nicht zu erklären, dass Flüchtlingskindern in Not selbstverständlich geholfen werden muss. Einem echten Paderborner brauchen wir auch nicht zu erklären, dass ohne eine offene Gesellschaft und ohne technologischen Fortschritt Paderborn keine wirtschaftlichen Perspektiven mehr hat. Paderborn war einmal Hanse-Stadt, war schon 1200 Jahre Bischofsstadt, und das steckt jedem Paderborner im Blut“, wird Mertens in der Mitteilung zitiert.

Thomas Mertens

Mertens fordert eine 180-Grad-Wende in der Paderborner Politik. „Weg von der Politik des Stillstands, der in Wahrheit Rückschritt für Paderborn bedeutet. Weg von einer Politik der Abschottung und Ausgrenzung hin zu einer offenen und sozialen Gesellschaft. Paderborn braucht für Industrie und Handel die besten Köpfe aus der ganzen Welt, um vorne dabei zu sein“, sagt er.

Auch in der Kreispolitik dürfe es kein Gegeneinander zwischen den neun anderen Kommunen und Paderborn mehr geben. Paderborn brauche mehr Transparenz und mehr Beteiligung, sowohl im Umgang mit den Bürgern wie auch mit den Gemeinden und Institutionen. „Ob beim ÖPNV, beim Flughafen, beim Radwegenetz, der Bahn, der Kreisverwaltung, der Infrastruktur – überall stauen sich dringende Reformmaßnahmen“, sagt Mertens. Die Kommunalwahl 2020 sei die große Chance für Paderborn, sich fit für die ­Zukunft zu machen.

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