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DKMS gewinnt Spender im Paderborner Reismann-Gymnasium – 123 Schüler registriert

„Vorbeugen und Leben retten“

Paderborn (kcm). „Stäbchen rein, Spender sein“ – unter diesem Motto hat die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) am Mittwochvormittag das Paderborner Reismann-Gymnasium besucht. Von 9 bis 12 Uhr konnten sich alle Schülerinnen und Schüler der Q1 und Q2, die über 17 Jahre alt sind, in der Spenderdatei registrieren lassen.

Konstantin Gräwingholt und Lena Michels (rechts) ließen sich von Viola Görtz und Jeanne-Alexa Reinhardt (links) in der Spenderdatei registrieren. Lehrerin Petra Baehr (hinten links) und DKMS-Mitarbeiterin Andrea Rüther (Mitte) halfen mit. Foto: Jörn Hannemann

„Blutkrebsdiagnosen kommen immer wieder mal vor und können jeden betreffen, ob direkt oder indirekt durch Angehörige“, sagt Lehrerin Petra Baehr. Insgesamt haben sich 123 Schüler von den 15 Helfern vor Ort registrieren lassen.

Einer dieser Schüler ist Konstantin Gräwingholt. Der 18-Jährige sagte zu der Aktion im Gymnasium: „Ich finde es wichtig, den Leuten zu helfen. Wenn einem schon in der Form die Chance dazu gegeben wird, dann sollte man diese auch ergreifen.

9.000.000 registrierte Personen

Der Vorgang verläuft schnell und einfach, daher kann sich jeder ein paar Minuten Zeit nehmen und helfen.“ Es habe ihn ein wenig schockiert, als er im Rahmen von Vorträgen zur DKMS von 9.000.000 registrierten Personen erfuhr. „Im Vergleich zur weltweiten Gesamtbevölkerung sind das eigentlich viel zu wenig“, so der Schüler.

Die DKMS habe selbst beim Gymnasium angefragt, ob eine Spenderregistrierung an der Schule möglich sei. Lehrerin Petra Baehr, seit 17 Jahren Leiterin des Schulsanitätsdienstes, berichtete von einer „sehr euphorischen Aufnahme“ des Vorschlags. „Viele Kollegen erzählten, dass sie bereits registriert seien. Zum Halbjahresende, wo weniger Klausuren anstehen, konnten wir das perfekt einrichten“, sagte die Lehrerin. Viele Schüler hätten sich sehr beeindruckt und „von einer anderen Seite als üblich“ gezeigt, so Baehr.

Sie sagte: „Wir freuen uns, in diesem Jahr etwas so Besonderes an unserer Schule veranstalten zu können. So kann man Erkrankungen vorbeugen und Leben retten. Bei ausreichend Spendern und guter Resonanz bestehen darüber hinaus Überlegungen, Aktionen wie heute zu wiederholen und vielleicht sogar regelmäßig zu organisieren.“

Umstellung von G8 auf G9 bietet Möglichkeiten

Auch im Hinblick auf die Umstellung von G8 auf G9 böten sich Möglichkeiten an. „Blutspenden oder Spenderregistrierungen bei der DKMS könnten dann im größeren Rahmen veranstaltet werden, da wir mehr Schüler über 17 beziehungsweise 18 Jahren in der Schule hätten“, so Baehr.

Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei motiviert regelmäßig Menschen, sich als Stammzellenspender registrieren zu lassen, um weltweit Blutkrebspatienten helfen zu können. Darüber hinaus macht die Organisation auf die Leukämie sowie Behandlungen aufmerksam und sammelt Geld zur Unterstützung von Patienten und um die Kosten für die Registrierung zu decken. Auch die Weiterentwicklung von Therapien gegen Blutkrebs wird durch eigene Forschung unterstützt.

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