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Erinnerungen an Paderborns Altbürgermeister Willi Lüke

Weggefährten und Freunde würdigen Lebenswerk

Paderborn

Zum Tod von Paderborns Altbürgermeister Wilhelm „Willi“ Lüke haben sich viele Paderborner – darunter Freunde und langjährige Weggefährten – zu Wort gemeldet.

Ingo Schmitz 

Im Juni 1996 kam Papst Johannes Paul II. nach Paderborn und feierte in der Senne einen Gottesdienst mit 80.000 Gläubigen. Der damalige Bürgermeister Willi Lüke stand in der vordersten Reihe. Foto: WB-Archiv

Wie berichtet, war der ehemalige Bürgermeister und Landtagsabgeordnete der CDU am Donnerstag im Alter von 86 Jahren verstorben.

Erzbischof Hans-Josef Becker: „Die Stadt und das Erzbistum Paderborn haben einen aufrichtigen Politiker und Pädagogen, engagierten Christen und beeindruckenden Menschen verloren: Der Tod von Willi Lüke erfüllt uns mit tiefer Trauer. Als Pädagoge hat er im wahrsten Sinne des Wortes ‚Pionier-Arbeit‘ geleistet, als er etwa Ende der Sechziger Jahre in Salzkotten die dortige Don-Bosco-Förderschule aufbaute. In seiner politischen Karriere auf Kommunal-, Kreis- und Landesebene war sein Handeln stets von der katholischen Soziallehre geprägt. Willi Lüke hat in seinem langen und erfüllten Leben immer auf das Weggeleit Gottes vertraut. In dankbarer Erinnerung beten wir für ihn in der Hoffnung, dass er das Reich Gottes jetzt unverhüllt schauen darf. Unsere Anteilnahme gilt seiner Frau sowie seiner gesamten Familie.“

Hans-Joachim Grote, ehemaliger Geschäftsführer der Landesgartenschau Schloß Neuhaus und Ex-Innenminister von Schleswig Holstein:„Es macht mich sehr traurig, dass Willi Lüke gestorben ist. Er war für mich ein ganz großes Vorbild und mein im wahrsten Sinne des Wortes ‚Ziehvater‘. Ihm habe ich ganz viel zu verdanken. Sein großes Vertrauen in mich und seine Unterstützung haben mir auf meinem Lebensweg viel geholfen. Er war ein Chef, wie man ihn sich nur wünschen kann. Er hatte ein offenes Ohr für die Menschen und war bereit, schwierige Entscheidungen mit zu tragen, um etwas Positives zu erreichen. Ich werde ihn niemals vergessen.“

Daniel Sieveke, CDU-Stadtverbandsvorsitzender und Landtagsabgeordneter: „Das ist ein trauriger Moment, auch, wenn man sich darauf vorbereiten konnte. Mit dem Tod von Willi Lüke geht ein weiterer Abschnitt Paderborner Stadtgeschichte zu Ende. Ich bin dankbar für die Kontakte zu ihm und zu seiner Familie. Deswegen sind meine Gedanken bei seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern, mit denen ich auch befreundet bin.“

Christoph Rüther, CDU-Kreisvorsitzender und Landrat: Willi Lüke war ein Ur-Paderborner, ein außergewöhnlicher Botschafter dieser Stadt. Er verstand es, sein Bürgermeisteramt und das Landtagsmandat in Düsseldorf meisterhaft zu kombinieren. Für ihn war Düsseldorf der verlängerte Arm erfolgreicher Paderborner Politik, denn er wusste genau, an welchen Hebeln er ziehen musste, um sich Mehrheiten für wichtige Projekte und die nötigen Finanzmittel für die Zukunft Paderborns zu sichern. Die CDU in Stadt und Kreis verneigt sich vor seinem Lebenswerk.“

Thomas Spieker, Oberst des Paderborner Bürger-Schützenvereins:„Willi Lüke war seit 1977 Mitglied und seit 1990 Ehrenmitglied des PBSV. Er hatte dank seiner Heimatliebe und Weltoffenheit die besondere Gabe, auf ganz unterschiedliche Menschen zugehen zu können. Darüber hinaus hat Willi Lüke im Jahr 1993 maßgeblich die Verlängerung des Erbbaurechtsvertrages zwischen der Stadt Paderborn und dem PBSV vorangetrieben, sodass die Nutzung des Schützenplatzes bis zum Jahr 2073 zum Wohle der Paderborner Bürgerschaft geregelt ist. Die Mitglieder des PBSV verneigen sich in tiefer Dankbarkeit vor der Lebensleistung ihres Ehrenmitgliedes und sind in aufrichtiger Anteilnahme bei der Frau und der gesamten Familie des Verstorbenen! Unvergessen werden die Williiii-Rufe beim Antreten des Bataillons vor dem Rathaus bleiben. Die außerordentlichen Verdienste, die sich Willi Lüke um seinen PBSV erworben hat, werden Generationen überdauern!“

Dr. Andreas Jolmes, Ehrenoberst des Paderborner Bürger-Schützenvereins: „Paderborn hat mit Willi Lüke einen äußerst ambitionierten und engagierten Ehrenbürger und Altbürgermeister verloren. Die Paderborner verlieren durch seinen Tod einen stets hilfsbereiten Menschen und viele andere – auch ich – einen liebenswürdigen, gradlinigen, persönlichen Freund. Willi Lüke war der Inbegriff eines leidenschaftlichen Paderborners. Mein Mitgefühl gilt seiner lieben Frau Ursula und seiner Familie.“

Siegfried Krix, Diözesan- und Bezirksgeschäftsführer der Malteser in der Erzdiözese Paderborn: „Willi Lüke war langjähriger Kreis- und Stadtbeauftragter der Malteser Paderborn. Mit ihm verbinden wir nicht nur den verdienten Politiker und Ehrenbürger unserer Stadt, sondern auch einen engagierten Malteser, der die Geschichte in unserer Erzdiözese entscheidend mitgeprägt hat. Getreu dem Malteser-Leitbild ‚Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen‘ gestaltete Wilhelm Lüke sein ehrenamtliches Handeln.“

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