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Erste E-Sport-Stadtmeisterschaft in Paderborn – 500 Spieler messen sich auf virtuellem Fußballfeld

Wenn der SCP die Champions-League gewinnt

Paderborn (WB). Der SCP wird Deutscher Meister, und den Champions-League-Sieg gibt’s obendrauf: Was für Steffen Baumgarts Elf derzeit noch ein kühner Traum ist, kann im E-Sport mit einigen geschickten Spielzügen am Controller ganz schnell wahr werden. Um den Sieg auf dem virtuellen Fußballfeld kämpfen bald auch die Teilnehmer der ersten Paderborner E-Sport Stadtmeisterschaft.

Timo Gemmeke

Freuen sich auf eine hoffentlich erfolgreiche Premiere (von links): Maurice Hampel (FLVW), Jürgen Janke (Wirtschaftsförderungsgesellschaft) und Lucas Quehl (E-Sport Uni-Team). Foto: Timo Gemmeke

Vom 7. September bis zum 30. November werden in der Pader­stadt knapp 500 E-Sportler erwartet, die sich an ganz unterschiedlichen Orten duellieren – mal im Kinosaal, mal im Fußballstadion, aber immer vor dem Bildschirm. Gespielt wird die Fußballsimulation »Fifa«, eins gegen eins. Das Turnier soll nicht nur die Gamer zusammenbringen, sondern auch heimische Sportvereine und die Wirtschaft vor Ort. »Wir wollen dem E-Sport auf regionaler Ebene eine Bühne geben«, sagt Mitorganisator Jürgen Janke von der Paderborner Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG).

Event soll auch ein Treffpunkt für Unternehmen und Vereine sein

Federführend sind neben zahlreichen Sponsoren somit auch der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen sowie die WFG dabei. »E-Sport-Events füllen mittlerweile große Arenen, allein in Deutschland gibt es mehrere Millionen Gamer«, sagt Janke. »Lokale Unternehmen und Vereine kämpfen um Aufmerksamkeit, finden aber nur schwer einen Zugang.« Das soll sich mit der ersten Stadtmeisterschaft ändern.

So finden die »Fifa«-Duelle fast immer in den Räumen teilnehmender Unternehmen statt – zum Start am 7. September im Pollux-Kino, etwas später im VIP-Bereich der Benteler Arena. Wer es in die Endrunde schafft, kann den Controller dann in wohl keiner passenderen Location glühen lassen: im Heinz-Nixdorf-Museumsforum, dem größten Computermuseum der Welt.

WFG: »Wollen Markt für E-Sport ausloten«

Ziel der Veranstalter ist es dabei auch, sich einen Überblick über die regionale Szene zu verschaffen. »Wir können bisher überhaupt nicht einschätzen, wie viel Potential hier vor Ort liegt«, sagt WFG-Geschäftsführer Frank Wolters. Der E-Sport könne besonders für heimische Technik-Firmen jedoch ein wichtiger neuer Markt sein, der erst einmal ausgelotet werden müsse. Wolters: »Wenn das Klientel da ist, haben wir hier vor Ort perfekte Bedingungen, den Markt auszubauen.«

Gamer der Paderborner Uni begleiten das Event

Auch auf der sportlichen Seite erhofft man sich von dem Großevent neue Möglichkeiten. »Wir als zweitgrößter Fußballverband Deutschlands sehen den E-Sport nicht als Gefahr sondern als Ergänzung« sagt Maurice Hampel vom FLVW. Seit 2018 veranstaltet der Verband mit Sitz in Kaiserau E-Sport-Turniere in ganz Westfalen, von Dortmund bis Münster, und im März auch schon einmal in Paderborn. »Wir möchten die Vereine aufklären, dass sie den E-Sport als Chance sehen, auch neue Mitglieder zu gewinnen.« Die Paderborner Stadtmeisterschaft könne dazu als Treffpunkt beider Seiten dienen. Hampel: »Was früher im Vereinsheim der Flipperautomat war, ist heute die Playstation. Wer gerne zockt, tut das sowieso, aber wenn es gemeinsam im Verein geschieht, ist das doch umso besser.«

Unterstützt werden die Veranstalter vom E-Sportsteam der Paderborner Uni. Die Gruppe um den Vorsitzenden Lucas Quehl gibt Tipps, wie ein E-Sport-Turnier in der Größenordnung abläuft und steht in Kontakt mit vielen Gamern vor Ort. Quehl: »Wir hoffen auf viele neue Kontakte und Möglichkeiten, uns weiter zu vernetzten.«

Wer sich zum Turnier anmelden möchte, kann das aktuell noch tun. »Wir haben noch mehr als 200 freie Plätze«, so Jürgen Janke. Weitere Infos zum Turnier gibt es im Internet unter:

https://bit.ly/328RTpm

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