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„Wochenmarkt auf dem Liboriberg ist keine Option für die Adventssamstage“

Werbegemeinschaft warnt vor Parkplatzchaos

Paderborn (WB). Die Werbegemeinschaft Paderborn reagiert mit Unverständnis auf den Vorschlag, den Wochenmarkt zur Zeit des Weihnachtsmarktes, der am 21. November eröffnet werden soll, auf einen der Parkplätze am Liboriberg zu verlegen. „An den Adventssamstagen benötigen wir in der Innenstadt jeden Parkplatz“, warnt Uwe Seibel, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Paderborn.

Der Paderborner Wochenmarkt (Foto) soll während des Weihnachtsmarktes verlagert werden. Der von der Verwaltung vorgeschlagene Alternativ-Standort am Liboriberg ruft nun auch die Kritik der Werbegemeinschaft hervor. Foto: Ingo Schmitz

Er bezeichnet den Wegfall der Parkplätze auf dem Domplatz schon als „kritisch“. Seibel: „Aber wenn uns dann auch noch ein Teil des Liboribergs fehlt, sorgt das sicher für ein Parkplatzchaos – und das mit Ansage“, meint Seibel.

Zahlen des ASP sind eindeutig

In seiner Einschätzung beruft er sich auf die Erfahrungen aus den Vorjahren und Zahlen des ASP-Eigenbetriebes der Stadt Paderborn, der für die Parkraumbewirtschaftung der städtischen Parkflächen zuständig ist.

„Erfahrungsgemäß sind die Parkplätze am Liboriberg an den Adventssamstagen bereits am frühen Vormittag voll belegt“, weiß Uwe Seibel. Und auch die weiteren Parkplätze und Tiefgaragen kämen an diesen Tagen an ihre Kapazitätsgrenzen. „Wir benötigen jeden Stellplatz, denn das Oberzentrum Paderborn ist vor allem in der Vorweihnachtszeit ein Magnet für Kunden aus dem Umland, die keine Möglichkeit haben, mit dem Öffentlichen Personennahverkehr nach Paderborn zu gelangen.“

Kundenfrequenz an den Adventssamstagen steigt überproportional

Außerdem steige nach Ansicht von Uwe Seibel in diesem Jahr die Kundenfrequenz an den Adventssamstagen überproportional, da es augenscheinlich keine verkaufsoffenen Sonntage gäbe: „Ich gehe davon aus, dass sich das Hauptgeschäft auf die Samstage konzentriert, da die Sonntage zur Entzerrung des Geschehens wohl nicht zur Verfügung stehen.“

Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft bringt es auf den Punkt: „Jeder fehlende Innenstadt-Parkplatz bedeutet ein Umsatzminus für den Einzelhandel in der City.“

Verständnis für die Wochenmarkt-Beschicker

Uwe Seibel äußert Verständnis für das Interesse der Wochenmarkt-Beschicker, für ihre Kundinnen und Kunden an einem vertrauten Standort erreichbar zu sein. „Die aktuelle Situation ist für alle Seiten schwierig. Hier gilt es, die unterschiedlichen Interessen miteinander in Einklang zu bringen“, so der Werbegemeinschafts-Vorsitzende.

Wie berichtet, plant die Stadt die Buden für den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr mit dem entsprechenden Abstand aufzustellen. Das hat zur Folge, dass der bisherige Ausweichplatz für den Wochenmarkt – die Fläche vor dem Generalvikariat – durch den Weihnachtsmarkt belegt werden soll. Nun wird nach einer Alternative für den Wochenmarkt gesucht. Die Alternativ-Standorte am Parkplatz Maspernplatz oder Florianstraße hatten die Markthändler jüngst abgelehnt.

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