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Ausstellung im Paderborner Stadtmuseum blickt auf 500 Jahre zurück – Kirche wollte keine Buden am Dom haben

Wie Libori ein Riesenerfolg wurde

Paderborn

Die Libori-Besucher bestaunten Ende des 19. Jahrhunderts die „weltberühmte junge Fußkünstlerin“ Marie Hausmann, die – ohne Arme geboren – mit ihren Füßen strickte und musizierte. Sie amüsierten sich über die „kleinsten Pferde der Welt“ und erinnerten sich im Kaiserpanorama an den siegreichen Deutsch-Französischen Krieg von 1870.

Von Dietmar Kemper

Die Bühne von Uwe Natus und einen Leierkasten haben Carolin Ferres, Silke Köhn, Markus Runte und Oliver Gradel (von links) in die Schau integriert. Foto: Oliver Schwabe

Wie Paderborns fünfte Jahreszeit entstand und sich entwickelte, erzählt die Ausstellung „Libori 500. Vom Magdalenenmarkt zu Großlibori 1521-2021“. Sie ist von Freitag an bis zum 30. Januar 2022 im Stadtmuseum zu sehen und berichtet vom Nebeneinander von kirchlichen und weltlichen Feierlichkeiten, aus denen schließlich ein Miteinander wurde. Den Ausgangspunkt bildet eine Urkunde aus dem Jahr 1521, in der Bischof Erich von Grubenhagen dem Magdalenenmarkt den Weg ebnete. „Paderborn lag damals wirtschaftlich am Boden“, sagte der Leiter des Stadtmuseums, Markus Runte, bei der Vorstellung der Schau. Pest, Hungersnöte und Feuer hätten Spuren hinterlassen, und der Markt habe Geld in die Stadt bringen sollen.

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