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Wohnhäuser an Balhorn- sowie Penzlingerstraße und Abtsbrede in Paderborn beantragt

Wohnquartier auf Areal der Post geplant

Paderborn

In interessanter Wohnlage soll ein weiteres Quartier für Wohnen und Gewerbe entstehen. Diesmal geht es um das Areal der Post zwischen Balhorn- und Klöcknerstraße, für das ein Investor offenbar Gewehr bei Fuße steht. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Konversion hat jetzt der Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens zugestimmt.

Ingo Schmitz

Auf der Brachfläche zwischen Balhorn- und Klöcknerstraße soll ein neues Wohnquartier entstehen. Foto: Oliver Schwabe

Geplant sind an diesem Standort Wohnungsgrößen zwischen 15 (Mikroapartments) und 140 Quadratmeter für Familien, Paare, Senioren, Singles und Alleinerziehende. Autos sollen Platz in Tiefgaragen finden, das Gewerbe soll sich an der Balhornstraße ansiedeln. Wieviele Wohneinheiten entstehen werden, ist noch unklar. Die Rede ist von insgesamt 26.500 Quadratmetern Bruttogeschossfläche.

Sorgen um den zusätzlichen Autoverkehr

„Das 1,5 Hektar große Areal ist verkehrlich und infrastrukturell durch die Nähe zum Hauptbahnhof und Bushaltestellen in der Riemekestraße und der Bahnhofstraße sowie durch drei Nahversorger in einem Radius von maximal 500 Metern sehr gut erschlossen. In unmittelbarer Nähe liegt ein Kinderspielplatz. Eine Kita und eine Grundschule befinden sich ebenfalls in 350 bzw. 420 Metern Entfernung“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Entstehen sollen „vier Hauptbaukörper, die durch die unterschiedliche Anordnung von ein bis vier Geschossen und offenen Innenhöfen eine städtebauliche Struktur schaffen werden. Durch die ausreichenden Abstände zur umgebenden Bebauung wird sich das Vorhaben harmonisch in das Gesamtumfeld einfügen.“ Den Antrag auf Änderung des Bebauungsplanes hat die Officefirst Real Estate GmbH gestellt.

Kritik an Post

Reinhard Borgmeier (Linksfraktion) begrüßte das Vorhaben, machte sich aber zugleich Sorgen um den zusätzlichen Autoverkehr. Die Klöcknerstraße sei dafür nicht ausgelegt. Nach Angaben der Verwaltung werde die Erschließung des Quartiers über mehrere Straßen erfolgen.

Kritisch sah der Ausschuss die Tatsache, dass sich die Post mit ihren Dienstleistungen von diesem recht zentralen Standort immer mehr zurückziehe. Die Stadt habe darauf keine Einflussmöglichkeit, sagte die Technische Beigeordnete Claudia Warneke.

Weitere Bauvorhaben

Ein weiteres Bauvorhaben betrifft den Bereich zwischen Penzlinger- und Getrud-Gröninger-Straße. Hier ist geplant, ein Mehrfamilienwohnhaus zu errichten. Daher soll auch hier der Bebauungsplan angepasst werden. Ziel der Verwaltung ist es, die Geschossigkeit des Baubestandes an der Penzlinger Straße als Vorgabe zu betrachten. Daher ist beabsichtigt, entsprechend des Gebäudebestandes an der Penzlinger Straße eine Wohnbebauung auf zwei Vollgeschosse mit Staffelgeschoss zu begrenzen. Dem Vorgehen stimmte der Ausschuss zu. Das gilt auch für eine geplante Bebauung zwischen den Gebäuden Elisenhof 8 bis 16 sowie Abtsbrede 44 bis 52. Hier soll eine Wohnbebauung in zweiter Reihe realisiert werden. Das Einvernehmen von mehr als 50 Prozent der betroffenen Grundstückseigentümer als Voraussetzung zur beabsichtigten Bebauungsplanänderung wurde eingeholt, teilte die Stadt mit.

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