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Städtische Museen testen zehn Wochen lang alternatives Preiskonzept – Start am 12. Juli

Eintritt in Paderborner Museen:  Jeder zahlt, was er will

Paderborn

In einer zehnwöchigen Testphase heißt es in den städtischen Museen Paderborns „Pay What You Want“. Ab dem 12. Juli können Besucher nach dem „Bezahl was du willst“-Prinzip den Eintrittspreis selbst festlegen. Das hat die Stadt Paderborn am Dienstag bekanntgegeben.

Auch für die Ausstellungen im Residenzmuseum gilt vom 12. Juli bis zum 18. September: „Bezahl was du willst“. Die Besucher entscheiden rst nach dem Rundgang durchs Museum, was ihnen der Besuch wert war. Foto: Jörn Hannemann

 „Eintrittspreis ist eigentlich der falsche Begriff“, sagt Dr. An­drea Brockmann, Leiterin der städtischen Museen und Galerien, „denn erst nach dem Besuch unserer Museen entscheiden die Gäste, ob sie etwas geben möchten.“ Ausgangspunkt für diese Studie ist das Forschungsprojekt „kulturPreis – Steigerung der kulturellen Teilhabe mittels innovativer und ökonomisch nachhaltiger Preiskonzepte“, das die Universität Paderborn mit der Technischen Universität Berlin durchführt.

Das vom Bund geförderte Projekt beschäftigt sich mit alternativen Preiskonzepten in Kulturbetrieben, mit dem Ziel, die kulturelle Teilhabe, insbesondere von verletzlichen Verbrauchern, zu erhöhen.

Hierfür wurde bereits im Frühjahr das Modell „KulturGeschenk“ in den Museen eingesetzt und wissenschaftlich begleitet. Angelehnt sei dieses an das Konzept „Suspended Coffee“, bei dem Menschen geholfen werden soll, denen es aus verschiedenen Gründen nicht gut geht und denen so mehr als nur ein Kaffee spendiert werden soll.

Nun testen die städtischen Museen in Kooperation mit der Uni Paderborn unter Leitung von Prof. Dr. Beate Flath bis zum 18. September das alternative Preismodell „Pay What You Want“. Beteiligt sind das Stadtmuseum Paderborn sowie die Museen im Museumsquartier von Schloss Neuhaus (das Residenzmuseum, die Städtische Galerie in der Reithalle und das Kunst- und Naturkundemuseum im Marstall).

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