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Grundschule und Gymnasium Schloß Neuhaus profitieren voneinander

Ziemlich beste Nachbarn

Paderborn (WB). Durch den Einzug des Grundschulverbunds Bonhoeffer-Heinrich in die ehemaligen Container des Gymnasium Schloß Neuhaus (GSN) sind neue Schulnachbarschaften im Schlosspark entstanden. Das ist das Ergebnis der ersten 100 gemeinsamen Tage.

Oberstufenschülerinnen des Gymnasiums helfen in der benachbarten Grundschule als Lesepaten: Darüber freuen sich (hinten, von links) Anne Cramer, Leiterin der Grundschule, und Cornelia Meding, Projektleiterin »Schüler helfen Schülern«. Foto:

Seit Februar lernen Grundschüler und Gymnasiasten in unmittelbarer Nähe zusammen, teilen sich Erstklässler und Abiturienten Anfahrtswege zur Schule, Mensa und die Aula für Veranstaltungen.

Das morgendliche Verkehrsaufkommen habe sich nach Angaben von Eva Sprenger, Schulleiterin des Gymnasiums, zwar erwartungsgemäß erhöht, dank der Unterstützung und Umsicht der meisten Eltern sowie der örtlichen Polizei laufe der Verkehr bis auf die morgendliche Stoßzeit zu Schulbeginn in der Regel aber rund.

Nichtsdestotrotz ermahnten das GSN und die Grundschule ihre Eltern immer wieder, die Schüler fernab der Gebäude im Schlosspark an den vereinbarten Parkplätzen abzusetzen, um das Verkehrsaufkommen in Altneuhaus zu reduzieren.

»Aus der Nähe eine Tugend machen«

»Aus der Nähe eine Tugend machen«, lautet nach 100 Tagen direkter Nachbarschaft die Devise der beiden Schulleiterinnen Beate Bee und Eva Sprenger. Und so profitierten mittlerweile beide Schulen vom Leben in Sichtweite und gehen durch gemeinsame Projekte aufeinander zu.

Nach dem Motto »Schüler helfen Schülern« unterstützen Jugendliche beispielsweise wöchentlich die Leseanfänger der Grundschule beim Buchstaben-Lernen oder motivieren im Umgang mit Büchern, wenn das Lesen noch schwierig ist. Das Projekt, im Literaturkurs der Jahrgangsstufe 11 entstanden, bereichert beide Seiten: »Unsere Schülerinnen haben sich theoretisch mit Förderkonzepten beschäftigt und setzen ihr Wissen nun praktisch um. Sie lernen aufeinander zuzugehen, sich in andere hineinzuversetzen und beobachten Lernfortschritte«, sagt Initiatorin Diana Kamp vom GSN. Auf Seite der Grundschule werde der Kontakt zu den Großen freundschaftlich aufgebaut und intensiviert, zusätzlich könnten die Kinder individueller gefördert werden.

Auch Mitorganisatorin Cornelia Meding von der OGS der Grundschule freut sich über die Willkommenskultur und die Offenheit, mit der die neuen Schulkinder von den Großen empfangen wurden: »Das war ein gelungener Start, ein erstes Kennenlernen. Aber wir wünschen uns natürlich weitere Gemeinschaftsprojekte im nächsten Schuljahr.«

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