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Der Kunstverein Paderborn zeigt konsumkritische Arbeiten der Leipzigerin Frenzy Höhne

Phrasen und Warteschlangen

Paderborn

Geht es neuer als neu? Mit ihrer Arbeit „Neuererer“ ironisiert Frenzy Höhne den Steigerungswahn in der Werbung. Unermüdlich hat sie n, e, u und r als Holzbuchstaben in Tinte getaucht und aneinandergefügt. Ihre Konsumkritik ist kein billiges Kapitalismus-Bashing, sondern kommt mit einem Augenzwinkern daher.

Von Dietmar Kemper

Gut, besser, noch besser? „Die ewige Optimierung und Verbesserung haben irgendwann ein natürliches Ende“, ist Frenzy Höhne überzeugt. In ihren Werken setzt sie sich kritisch mit Konsum und seinen Auswüchsen auseinander. Ihre Fotoaktion mit vermeintlichen Warteschlangen vor bereits geschlossenen Geschäften hatte praktische Folgen: Die Innenstadt von Kamenz in Sachsen wurde wiederbelebt. Foto: Jörn Hannemann

Eine Auswahl ihrer Werke ist jetzt unter dem Titel „Stellen Sie sich an“ im Kunstverein zu sehen. Die 45-jährige Künstlerin lebt und arbeitet in Leipzig. In Dresden kam sie zur Welt, mit acht Jahren reiste sie mit ihren Eltern aus der DDR aus und landete in Hannover. Frenzy Höhne studierte freie Kunst an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, anschließend war sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig Meisterschülerin von Alba D‘Urbano.

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