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Salzkottener Schützen erhalten gut 150.000 Euro aus Klingenthal-Stiftung

Altenwohnheim erhält Rekordspende

Salzkotten (WB/spi). Dem gemeinnützigen „Verein zur Förderung des Baues und der Unterhaltung des Altenwohnheimes Salzkotten“, getragen von der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Salzkotten, ist im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 der größte Betrag seiner Geschichte zugefallen – mehr als 150.000 Euro. Und zwar durch Auflösung eines Darlehens, das die Felix-und-Hedwig-Klingenthal-Stiftung dem Verein gewährt hatte.

Das Felix-Klingenthal-Haus an der Klingelstraße: Der „Verein Altenwohnheim Salzkotten“ hat aus dem Klingenthal-Nachlass über die Klingenthal-Stiftung 150.000 Euro als Spende erhalten.

Vor knapp 25 Jahren errichteten die Salzkottener Schützen auf dem erworbenen Grundstück Klingelstraße 8 ein drittes Altenwohnheim, das Felix-Klingenthal-Haus mit zwölf Wohnungen. Öffentliche Wohnbau-Fördermittel wurden für den Komplex im Schatten der Pfarrkirche St. Johannes nicht in Anspruch genommen. Über den Verein Altenwohnheim verwalten die Sälzer Schützen dieses und ihre beiden anderen Altenwohnheime ehrenamtlich und vermieten die Woh­nungen zum Sozialmietpreis.

Finanziert wurde der Bau an der Klingelstraße in den Jahren 1995/96 unter anderem durch Spenden, durch Eigenleistungen der Schützen und durch die Aufnahme zweier Darlehen, eines bei einem Geldinstitut, das andere, größere Darlehen gewährte Felix Klingenthal.

Der ehemalige Bundesschützenmeister und seine Ehefrau gründeten wenig später die Felix-und-Hedwig-Klingenthal-Stiftung. Nachdem im Sommer vergangenen Jahres nun auch Hedwig Klingenthal verstarb, wurde das besagte Darlehen im Nachlass über die Stiftung zugunsten des Vereins Altenwohnheim aufgelöst. „Der sechsstellige Betrag konnte als Spende ausgewiesen werden“, berichtete Brudermeister Conrad Möller in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins Altenwohnheim im Laufe der jüngsten Mitgliederversammlung.

Da auch sonst im vergangenen Jahr zahlreiche Spenden eingegangen waren, die Mieteinnahmen konstant blieben und größere Reparaturen an den drei Altenwohnheimen diesmal nicht erforderlich waren – bis auf die Beseitigung eines Wasserschadens – weist die Bilanz in der Gewinn- und Verlustrechnung letztlich einen Gewinn in Höhe von rund 158.000 Euro aus. Das ist in dieser Größenordnung einmalig und wird es wohl auch künftig bleiben.

In der Versammlung bedankte sich Conrad Möller im Namen des gesamten Vorstandes und aller Schützen zudem bei Schützenbruder Heinz-Bernd Korth, der sich seit Jahren ehrenamtlich um kleinere Pflegemaßnahmen an und in den Altenwohnheimen kümmert und nicht selten erster Ansprechpartner für die Bewohner ist.

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