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SPD Salzkotten fordert sichere Verbindung zwischen Salzkotten und Verne

Bürgerradweg könnte Alternative sein

Salzkotten (WB/sen). Die Salzkottener SPD Fraktion hat am Freitag ein Konzept zur Errichtung eines separat geführten Radweges oder Mehrzweckstreifens zwischen der Ortschaft Verne und der Kernstadt Salzkotten beantragt. Aus Sicht der SPD stelle sich die Radwegeverbindung zwischen Verne und der Kernstadt immer noch als „absolut unbefriedigend“ dar, heißt es in einer Pressemitteilung der Sozialdemokraten.

An der Verner Straße gibt es nach Auffassung der Salzkottener SPD für Radfahrer keine sichere Verbindung. Sie fordert einen separaten Radweg zwischen Salzkotten und Verne. Foto: Julia Queren

Bürgerradweg

Das Verkehrsministerium des Landes hat das Projekt Bürgerradweg 2005 ins Leben gerufen. Mit diesem Förderprogramm sollen Radwege schneller realisiert werden können, indem ein Umweg über zu den Fördertöpfen des Landes gegangen wird. Die Koordination bleibt aber bei Straßen NRW. Das Land setzt auf den Einsatz lokaler Bauunternehmen in Kooperation mit den Kreisen und Kommunen. Hinter einem solchen Projekt sollen engagierte Bürger stehen, die selbst die Initiative ergreifen. Bürgerradwege können mit einem reduzierten Standard gebaut werden. Im Bereich Sauerland-Hochstift sind zwischen 2009 und 2018 26,9 Kilometer Bürgerradwege für 3,88 Millionen Euro gebaut worden.

Es bestehe keine sichere Möglichkeit, mit dem Rad zwischen den beiden Orten zu pendeln. Hier sei dringender Handlungsbedarf gegeben. „Unter anderem sieht die SPD eine dringende Verpflichtung, einen sicheren Schulweg zu unseren Schulen in Salzkotten zur Verfügung zu stellen“, teilt der Fraktionsvorsitzende Michael Sprink mit. Die bestehenden Fahrmöglichkeiten seien für Radfahrer äußerst gefährlich. Aus diesem Grund beantragt die SPD Fraktion einen separaten Weg zur Verbindung der beiden Orte. „Aus Sicht der SPD könnte hier, sollte Straßen NRW keine Bereitschaft signalisieren, auch ein Bürgerradweg in Betracht kommen“, schlägt Kurt Lindenblatt, SPD Ratsherr aus Verne, vor.

Haushaltspolitisch sei das sicher nicht die eleganteste Lösung, da sich an den Kosten eines Bürgerradweges auch die Kommune beteiligen müsse, so Sprink. Da sich aber Straßen NRW in der Vergangenheit sehr „sperrig“ gezeigt habe, sei es für die SPD nur logisch, selbst aktiv zu werden.

Bereits bei der Erneuerung der Fahrbahndecke der Verner Straße hätte aus Sicht der Sozialdemokraten der Radweg vernünftig berücksichtigt werden müssen. „Leider konnte zu der Zeit keine wirklich tragende Lösung mit Straßen NRW gefunden werden, was lange Zeit zu einem Stillstand der Markierungsarbeiten führte“, so Sprink. Nun plädiere die SPD für eine grundlegende, verkehrssichere Gesamtlösung. „Die Verwaltung soll mögliche Lösungsansätze vorstellen und mögliche Kooperationspartner ansprechen, um dann in die konkrete Umsetzung zu gehen. Wir stellen uns vor, dass die Bauarbeiten spätestens im nächsten Jahr starten sollen“, ergänzt Fraktionsvorsitzender Michael Sprink.

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