In Salzkotten schnellen die Zahlen sprunghaft in die Höhe

Corona: Starker Anstieg gibt Rätsel auf

Salzkotten (WB/sen)

61 aktive Coronafälle verdeutlichen derzeit den sprunghaften Anstieg des Infektionsgeschehens in Salzkotten. Allein in der Woche vom 25. bis 31. Januar meldete das Kreisgesundheitsamt 36 Neuinfektionen aus dem Stadtgebiet Salzkotten.

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In Salzkotten stecken sich derzeit ungewöhnlich viele Menschen mit Covid-19 an. Foto: imago images/MiS

Bei den aktiven Fällen ist Salzkotten damit auf die zweite Position unter den Städten im Kreis Paderborn gerückt; nur die Stadt Paderborn hat mit 178 mehr akut Erkrankte. Auch die aktuellen Zahlen von geben weiterhin Rätsel auf: Am Montag wurden 12 Neuinfektionen gemeldet, was für Salzkotten ungewöhnlich hoch ist. Es ergibt sich damit ein Sieben-Tage-Inzidenzwert von 184. Im gesamten Kreis Paderborn liegt dieser derzeit bei nur 62. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb einer Woche (Salzkotten: 46), umgerechnet auf 100.000 Einwohnerinnen.

Sprunghafte Anstiege der Zahlen wiesen in der Vergangenheit oft auf einen besonderen Infektionsherd hin. Doch weder die Sprecherin des Kreises Paderborn, Michaela Pitz, noch Bürgermeister Ulrich Berger haben eine Erklärung. „Lange Zeit waren die Zahlen sehr niedrig. Wir haben jetzt keinen Hot-Spot, kein Altenheim und kein Kindergarten sind betroffen“, so der Bürgermeister. Das Infektionsgeschehen verteile sich über das gesamte Stadtgebiet und lasse auch keine Rückschlüsse auf ein Schema oder bestimmte Personengruppen zu. Zwar habe es einen Fall im Kindergarten Sälzerkrümel gegeben, dieser schlage sich aber nicht maßgeblich in den Zahlen nieder.

Die beiden gefundenen britischen Varianten seien nicht in Salzkotten festgestellt worden. Das Infektionsgeschehen ging im gesamten Kreis Paderborn zuletzt deutlich zurück, so Michaela Pitz, doch sei es weiterhin diffus. Hinweise auf eine weitere Verbreitung der britischen Mutation habe das Kreisgesundheitsamt nicht. Ulrich Berger appelliert noch einmal an seine Mitbürgerinnen und Mitbürger, nicht müde zu werden, sich an die Corona-Schutzverordnungen zu halten. „Die Abstandsregeln einzuhalten, ist jetzt wichtiger denn je“, so Berger.

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