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CDU Salzkotten befürwortet Revitalisierung der Trasse Paderborn-Brilon

»Das Almetal ist am Zug«

Salzkotten (WB/han). Die CDU in Salzkotten macht sich für eine Revitalisierung der Bahnstrecke zwischen Paderborn und Brilon stark. Eine entsprechende Resolution will sie in der nächsten Ratssitzung zur Abstimmung stellen und auch Anrainerkommunen mit ins Boot holen.

Zwischen Büren und Weine ruht derzeit der Verkehr auf der Almetalbahn. Auch wenn hier noch Schienen liegen, im Falle einer Reaktivierung wird der Oberbau komplett ertüchtigt.

Aktuell läuft die Neubewertung der Förderfähigkeit der stillgelegten Bahnstrecke durch das Almetal, die von Paderborn über Borchen, Tudorf und Büren bis nach Brilon führt. Dank der Trassensicherung durch den Kreis Paderborn und einer späteren Finanzierung durch das Land NRW könnte diese Strecke zügig wiederhergestellt werden und auf klimaschonende Weise den Weg ins Oberzentrum oder den ländlichen Raum ermöglichen.

Als staufreie und witterungsunabhängige Mobilität für eine Region mit bis zu 40.000 Einwohnern, die aktuell vom Schienenverkehr abgehängt ist.

Die Resolution wird Anfang Oktober zuerst im Rat der Stadt Salzkotten und später auch in den Stadträten Borchen, Büren und Brilon zur Abstimmung gestellt. Die CDU-Fraktion Salzkotten wünscht sich, dass sich eine möglichst breite Mehrheit im Rat hinter die Forderung der Wiederaufnahme der Strecke stellt.

»Wann, wenn nicht jetzt?«, wirbt Michael Fechtler als Fraktionsvorsitzender für eine breite Zustimmung zur Resolution: »Wer es mit dem Klimaschutz ernst meint, muss diese Strecke wieder verfügbar machen. Es ist gut, dass wir diese noch haben. Ein ergänztes Bahnnetz trägt dazu bei, den mobilisierten Individualverkehr zu reduzieren und die Mobilitätsbedürfnisse für die kommenden Generationen zu sichern. Die Strecke ist für die Region eine große Chance, durch Reisezeitvorteile der Schiene gegenüber dem Bus werden Neukunden für den öffentlichen Nahverkehr gewonnen.«

Durch geschickte Neuordnung der Ausschreibungszeiträume ließen sich die Züge der Alme- und Sennebahn kombinieren, so dass neue umsteigefreie Verkehrsbeziehungen entstünden.

»Eine Resolution ist nur eine Absichtserklärung, aber wir sollten unsere Unterstützung zur Wiederaufnahme früh genug formulieren, damit dieses Signal gesehen wird, bevor Weichen in eine andere Richtung gestellt sind«, begründet Fechtler die Initiative der CDU.

Für die Stadt Salzkotten, die über ihre Ortschaft Niederntudorf an die Almetalbahn angeschlossen ist, sei es an der Zeit, den Weg für einen zukunftsweisenden schienengebundenen Regionalverkehr frei zu machen.

»Regionalbahnen kennen keinen Stau, das erklärt vielleicht die wesentlich größere Bereitschaft, das Auto zugunsten einer Zugverbindung stehen zu lassen«, erläutert Ortsvorsteher Heinz Niggemeier aus Niederntudorf die Salzkottener Initiative pro Schienenweg durchs Almetal.

»Den Bus sehen viele nicht als wirklich attraktive Alternative. Erfahrungsgemäß ist der Bus hinsichtlich Fahrzeit, Komfort und Zuverlässigkeit der Bahn deutlich unterlegen.« Skeptikern entgegnet Fechtler, dass gar nicht weit gefahren werden müsse, um erfolgreiche Beispiele für Streckenwiederherstellungen zu finden. Der Haller Willem zwischen Bielefeld und Osnabrück sei seit vielen Jahren ebenso wieder komplett wie auch die Strecke zwischen Korbach und Frankenberg.

Zudem verweist er auf die Sennebahn zwischen Paderborn und Bielefeld, die es vor 30 Jahren gerade noch so von der Stilllegungsliste schaffte und auf der heute Züge im 30-Minuten-Takt fahren.

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