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Festwochenende mit Mitgliederversammlung eröffnet – Vogelschießen auf einen „Flamingo“

Drei Jahre gewartet: Schützenfest in Salzkotten läuft

Salzkotten

„Ich erkläre hiermit das Schützenfest 2022 für eröffnet“ – auf diesen Satz mussten die Salzkottener Schützen drei lange Jahre warten. Klar, dass am Donnerstagabend im Verlauf der Mitgliederversammlung mit Weinprobe der Jubel und das Gejohle darüber noch lauter als sonst sowieso schon ausfielen.

Von Jürgen Spies

Oberst Matthias Kemper (rechts) war erster Gratulant bei der Siegerehrung des Bataillonsschießens. Pokale bekamen (von links) Uwe Niggemeyer, Wolfgang Mühlhausen, Dieter Heggemann und Fabian Hoffmann. Hinten von links: Brudermeister Conrad Möller und der Vorsitzende der Sportschützen St. Johannes, Matthias Farke. Foto: Jürgen Spies

Matthias „Sonne“ Kemper, Oberst der St.-Johannes-Schützenbruderschaft, bat diesmal den Vorsitzenden des Spielmannszuges Salzkotten (und Schützenbruder) Stefan Klocke zum Mikrofon, um die Eröffnungsformel zu sprechen. Grund: Der Spielmannszug Salzkotten feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Um 19.52 Uhr fiel schließlich der erlösende Satz zum Start ins Schützenfest, das am Freitagabend beim Feuerwerk seinen ersten Höhepunkt hatte.

Partylied „Layla“ wird gespielt

Der obligatorische Rückblick Kempers auf die Schützenereignisse seit 2019 fiel diesmal aus bekannten Gründen ziemlich kurz aus. Vielmehr kam es dem Schützenchef darauf an, Lust auf das Schützenfest 2022 zu machen. „Wir werden so feiern, wie wir es kennen – mit Feuerwerk am Freitagabend, mit unseren Kanonieren und auf jeden Fall mit dem Lied Layla.“ Zum Hintergrund: Das Partylied „Layla“ ist seit Wochen Nummer eins in den Hitparaden. Weil in einer Textpassage unter anderem das Wort „Puffmama“ vorkommt, gibt es Kritik daran. Der Liedtext sei sexistisch. Mehrere Städte in Deutschland haben bereits verfügt, dass „Layla“ deshalb auf ihren Volksfesten nicht gespielt werden darf.

Möller und Kemper dankten im Verlauf der Versammlung dem Schützenkönigspaar von 2019 bis 2022, Marc Reidel und Steffi Reidel-Keimer samt Hofstaat, für die Bereitschaft, so lange und so gut die Bruderschaft repräsentiert zu haben.

Im Hinblick auf das Vogelschießen an diesem Samstag bemerkte Jungschützenmeister Christian Schaub mit einem Augenzwinkern: „Wir schießen in diesem Jahr einen Flamingo ab...“. Eine Anspielung darauf, dass der Holzadler diesmal im Hause des Vogelerbauers Andreas Lehmann ein zartrosafarbenes Federkleid bekommen hat.

2. Kompanie gewinnt das Bataillonsschießen

Matthias Farke stellte die Ergebnisse des Bataillonsschießens 2022 vor. Kompaniewertung: 1. Platz: 2. Kompanie mit einem Ringschnitt von 127,97; 2. Platz: 3. Kompanie (125,93); 3. Platz: 1. Kompanie (121,77); 4. Platz: 4. Kompanie (117,10).

Einzelwertung Schützenklasse: 1. Fabian Hoffmann (145 Ringe), 2. Roman Kemper (139), 3. Christoph Bracke (138). Altersklasse: 1. Uwe Niggemeyer (143), 2. René Käuper (142), 3. Markus Kleine (140). Seniorenklasse: 1. Wolfgang Mühlhausen (136), 2. Heinz Kleine (133), 3. Rainer Wiechers (132). Den Pokal der Sportschützen für die teilnehmerstärkste Kompanie sicherte sich die 2. Kompanie.

Früher am Abend wurden zahlreiche Mitgliedsjubilare mit der Jahreszahl 25 mit Treueorden ausgezeichnet.

Höhepunkte am Schützenfestwochenende: Samstag, 16. Juli, Vogelschießen (14.30 Uhr), abends Festball. Am Sonntag unter anderem: 15.30 Uhr Festmarsch durch die Stadt, anschließend Festakt mit Parademärschen auf der Sälzerwiese, um 17.30 Uhr gemeinsames Spiel der vier Musikkapellen und der vier Spielmannszüge, abends Polonaise und Festball.

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