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Hederauenfest in Salzkotten überzeugt durch Vielfalt und angenehme Atmosphäre

Ein Juwel im Volksfestreigen

Salzkotten (WB). Mehrere zehntausend Besucher, schönstes Hochsommerwetter, blauer Himmel, gute Unterhaltung, viel Abwechslung, zufriedene Gesichter überall, Livemusik, angenehmes Feiern ohne Stress und ohne Tamtam: Das dreitägige Heder­auenfest (kurz: HAF) in Salzkotten mit verkaufsoffenem Sonntag als Höhepunkt ist seinem Ruf, ein Besuchermagnet zu sein, wieder einmal gerecht geworden.

Jürgen Spies

Was modisch im Herbst/Winter 2019/20 angesagt ist, zeigten Models der Salzkottener Boutique »Min skat« von Melanie Averbeck bei 32 Grad Celsius im Schatten. Die Beauty Gallery von Sultan Aydin aus Boke kümmerte sich um das Make-up. Foto: Oliver Schwabe

»Salzkotten Marketing« hat einfach ein gutes Händchen für das, was beim Publikum auf Interesse stößt. Bürgermeister Uli Berger und der zweite Vorsitzende Dirk Witulksi sind froh, dass das ganze Team Ideen hat und sich auch an Neues heranwagt. Wenn man davon spricht, das Hederauen­fest sei längst ein Juwel unter den Volksfesten weit über die Kreisgrenzen hinaus, dann dürfte das keine Übertreibung sein.

Das HAF hat an drei Tagen derart viel zu bieten, dass Aufzählungen den Rahmen sprengen würden. Manche einzelne Programmpunkte allein genommen wären schon einen Besuch wert.

Wer das Hederauenfest noch aus der Anfangszeit in den frühen 80er Jahren kennt, als der damalige Verkehrsverein rein ehrenamtlich mit einer Helferschar das Fest auf die Beine stellte (und zwar gar nicht schlecht), wer noch die schwierige Phase danach kennt, als man auswärtigen Organisatoren das HAF weitgehend anvertraute beziehungsweise aufgrund von Personalmangel anvertrauen musste, mit der Folge, dass Salzkottens attraktivstes Fest beinahe seinen Charme verlor, weiß das überarbeitete Konzept durch »Salzkotten Marketing« zu schätzen.

»Das tolle Wetter hat uns natürlich in die Karten gespielt«, zogen Inge Suerland und Moni Werner stellvertretend für alle, die sich für das HAF engagieren, am Sonntag ein Fazit. Überall war »’was los«, natürlich auch in den Geschäften in der Stadt. Und an allen drei HAF-Abenden traten auf den Bühnen durchweg tolle Livebands auf.

Was allerdings eher wie ein Fremdkörper wirkt, sind die wenigen Firmenstände an der Heder, die auf einer klassischen Wirtschaftsschau wohl besser aufgehoben sein dürften.

Wer es am Sonntag etwas ruhiger angehen lassen wollte, zog es zur großen Ausstellung der Treckerfreunde Salzkotten. Zu sehen gab es auch Raritäten wie beispielsweise einen Normag-Ackerschlepper, Baujahr 1938, der einst von der Wehrmacht eingesetzt wurde.

Optisch ungleich anders präsentierten sich 50 wunderschön herausgeputzte Autos bei der 5. ADAC Sälzer Classic, ausgerichtet vom MSC Thüle Paderborner Land. Die Oldtimer wurden – nach kurzer Vorstellung durch Christoph Plass – auf eine 95 Kilometer lange Strecke durch den Kreis Paderborn geschickt.

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