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WDR dreht „Land und Lecker“ auf dem Vauß-Hof in Scharmede

Fernsehdinner auf dem Biohof

Salzkotten-Scharmede (WV). Trubel und viele Besucher auf ihrem Vauß-Hof in Scharmede sind Anja und Marius Pötting ja gewohnt. Jetzt allerdings erlebten die Bio-Landwirte trotzdem einen ungewöhnlichen Tag. Zu Gast war der WDR, um auf dem Vauß-Hof eine Folge von „Land und Lecker“ zu drehen.

Hanne Hagelgans

Begleitet vom WDR-Filmteam, haben Anja und Marius Pötting mit ihren Kindern Luzi, Aenne, Hedwig und Clemens die Gäste für das „Land-und-Lecker“-Dinner und die Hofbesichtigung auf dem Vauß-Hof in Scharmede begrüßt. Foto: Oliver Schwabe

Das Prinzip der beliebten Fernsehserie ist einfach: Sechs Landfrauen (und immer häufiger auch -männer) aus ganz Nordrhein-Westfalen laden sich gegenseitig auf ihre Höfe ein, servieren ein Dinner mit Haupt- und Nachspeise und stellen ihren Betrieb vor. Die Gäste vergeben Punkte in verschiedenen Kategorien, und am Schluss der Staffel wird der Sieger gekürt.

Als der Kölner Sender bei ihr anfragte, ob sie sich eine Teilnahme vorstellen könnte, habe sie eigentlich spontan absagen wollen, verriet Anja Pötting. Doch dann gab sich die vierfache Mutter einen Ruck und entschied sich, die Chance zu nutzen und doch mitzumachen. Mit Hilfe ihrer Freundin Friederike „Kike“ Rost, die sich mit ihrem Foodtruck auf Zimtschnecken spezialisiert hat und auch gut und gerne kocht, stand sie schon im Vorfeld und natürlich auch an ihrem großen Tag – immer begleitet vom WDR-Filmteam – in der Küche, um ihr Menü vorzubereiten.

„Alles eingesammelt, was momentan so wächst“

Als Hauptgang servierte sie eine marokkanische Tajine mit Rindernacken aus eigener Schlachtung vom Bio-Weiderind und Bio-Gemüse aus der Solidarischen Landwirtschaft, die die Pöttings auf dem Vauß-Hof betreiben. „Ich habe draußen alles eingesammelt, was momentan so wächst: Auberginen, Kartoffeln, Zucchini, Möhren, Tomaten“, freut sich die Landwirtin und Naturpädagogin, dass sie jetzt im Spätsommer aus dem Vollen schöpfen kann.

„Gruß aus der Küche“

Und als Nachtisch mussten es auf dem Vauß-Hof, der unter anderem auch für seine Streuobstwiesen und sein jährliches Apfelfest bekannt ist, natürlich Äpfel sein: Die Besucher durften ein Apfel-Walnuss-Cupcake mit Apfelsorbet genießen. Vor dem eigentlichen Dinner gab es als „Gruß aus der Küche“ Dattel-Frischkäse- sowie Rote-Linsen-Dip mit Gemüse und Hackbällchen.

Nachdem der Streuobstwiesen-Apfelsaft bereits die Grundlage des Begrüßungscocktails bildete, drehte sich auch bei der Hofbesichtigung, bei der Marius Pötting die Führung übernahm, alles um den Apfel. Denn die Besucherinnen durften mit der mobilen Presse des Unternehmens Saftjäger, die ebenfalls auf dem Hof zu Gast war, selbst Apfelsaft herstellen.

In Zeiten von Corona hatten das Fernsehteam und die Akteure vor der Kamera besondere Sicherheitsvorkehrungen zu beachten. So fiel die gemeinsame Anreise der Gäste im VW-Bus weg, statt dessen führte eine E-Bike-Tour nach Scharmede.

Tafel mit Wildblumen dekoriert

Auch an der gemeinsamen Tafel, die Floristin Dany Eschenbüscher in einer rustikalen Scheune wunderschön mit Wildblumen dekoriert hatte, musste der Mindestabstand eingehalten werden. Die Tajine durfte nicht, wie eigentlich üblich, aus einem großen Gefäß serviert werden, sondern wurde bereits in der Küche in sechs Portionen angerichtet. Und wo immer möglich, sollten die Aktivitäten an die frische Luft verlegt werden. Da traf es sich gut, dass Anja Pötting zum Kochen auf eine gut ausgerüstete Küche im Freien zurückgreifen konnte.

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