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So wollen die Kommunen im Südkreis Energie sparen

Im Salzkottener Freibad wird das Wasser bald gar nicht mehr geheizt

Bad Wünnenberg/Büren/Lichtenau/Salzkotten

Nicht nur die Bürger, auch die Kommunen sind zum Energiesparen aufgerufen. Im Südkreis hat das erste spürbare Folgen: Gäste in den Bädern müssen sich auf kälteres Wasser einstellen. Im Salzkottener Freibad wird das Wasser bald gar nicht mehr geheizt.

Das Baden im Salzkottener Freibad wird in Zukunft wohl etwas frischer. Foto: Franz Purucker

In den Verwaltungen wird intensiv nach Einsparmöglichkeiten gesucht.

Salzkotten

Nachdem die Wassertemperatur in den Becken der Freibades Sälzer Lagune im Juli bereits um jeweils ein  Grad Celsius herabgesetzt worden waren, werden von  Montag, 22. August, an die Becken im Freibad nicht mehr beheizt. Das hat am Donnerstag die Stadtverwaltung mitgeteilt.

Durch den Verzicht auf das Heizen  werde sich die Wassertemperatur nach einiger Zeit in etwa auf die Lufttemperatur in der Nacht einpendeln, teilt die Stadt mit. Zurzeit liegt die Nachttemperatur bei 15 bis 17 Grad.

Täglich ließen sich so etwa 5000 kWh Erdgas einsparen, so viel wie ein durchschnittlicher Ein-Personen-Haushalt pro Jahr verbraucht. Das Freibad solle zunächst weiter – mit geringeren Wassertemperaturen – geöffnet bleiben.

Die Heizungen in städtischen Gebäuden in Salzkotten seien bereits seit Juni komplett aus, teilt die Stadt weiter mit. Da in der Regel die Warmwasserbereitung auch über diese Zentralheizungen erfolge, würde eine Warmwasserbereitung aktuell dazu führen, dass bei vielen Heizungsanlagen auch die Wärmenetze mit hohen Temperaturen laufen müssten. Daher werde in den Duschen während der Sommermonate auch kein warmes Wasser zur Verfügung gestellt.

Um auch in der bevorstehenden Heizperiode den Energieverbrauch deutlich zu senken, erarbeitet die Verwaltung  Salzkotten in enger Abstimmung mit den im Rat vertretenen Fraktionen momentan ein Maßnahmenpaket. Eine weitere Maßnahme stehe bereits fest: Die nächtliche Beleuchtung der Gebäude und Sehenswürdigkeiten werde kurzfristig ausgeschaltet.

Büren

In Büren seien die Heizungen der Bäder bereits jetzt umweltfreundlich und nachhaltig, so dass eine Absenkung der Temperatur nicht geplant sei.

Im Freibad in der Kernstadt werde das  Beckenwasser mittels einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe erwärmt, teilt die Verwaltung mit. Der Strom dafür werde  von der einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Umkleiden produziert. Die Erwärmung des Wasser in den Duschen erfolge durch die Solaranlage ebenfalls auf der Dachfläche.

Ähnlich im Freibad Harth-Weiberg (kurz: Ha-Wei). Dort werde das  Beckenwasser durch eine Absorberanlage auf dem Dach der Umkleiden erwärmt.

Lichtenau

In der Stadtverwaltung sind alle Abteilungsleiter aufgerufen, Vorschläge zu machen, um Energie einzusparen. In der nächsten Woche sollen konkrete Maßnahmen auf den Weg gebracht werden. „Wir müssen als Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen“, so Lichtenaus Klimaschutzmanager Günter Voß.

Bad Wünnenberg

In Bad Wünnenberg wird die Wassertemperatur im Hallenbad gesenkt. An den Warmbadetagen donnerstags und freitags werde künftig das Wasser im Hallenbad statt auf 32 Grad auf 31 Grad erhitzt, und an den restlichen Tagen werden die Becken statt auf 30 Grad auf 29 geheizt, hat die Verwaltung mitgeteilt. So könnten 6 Prozent Energie eingespart werden. Weitere Maßnahmen zum Energiesparen würden zurzeit erarbeitet.

Die CDU-Fraktion hat für den Verkehrs-, Friedhofs- und Umweltausschusses beantragt, dass die Stadt ein Programm auf den Weg bringen soll, um Regenwassernutzungsanlagen sowie Dach- und Fassadenbegrünung zu fördern und das noch vor der Verabschiedung des Haushaltes für das kommende Jahr.

Auf einen Antrag zur Energie- und Wärmeeinsparung verzichtet die Fraktion, da die Verwaltung bereits an dem Thema Energie dran sei. „Beim Blick auf die Gasverbräuche wird dennoch deutlich, dass wir unverzüglich handeln und Alternativen zur Wärmeversorgung mit Gas finden“, so der Fraktionsvorsitzende Kevin Gniosdorz.

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