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Salzkottener Rathausanbau ist fertig – im April beginnt Kernsanierung des Altbaus

Kisten schleppen im Rathaus

Salzkotten

Auf gepackten Kisten sitzen dieser Tage zahlreiche Mitarbeiter in der Stadtverwaltung Salzkotten. Nicht aber, weil sie zum Osterurlaub nach Mallorca aufbrechen, sondern weil der neue Rathausanbau bezugsfertig ist.

Marion Neesen

Monika Werner, Katja Stieren und Stefanie Herting (von links) haben im Bereich Salzkotten Marketing „aufgeräumt“ und eingepackt. Auch sie ziehen um in den neuen Anbau ein paar Meter weiter. Foto: Helmut Steines

So heißt es Sachen packen und den neuen Arbeitsplatz ein paar Meter weiter einrichten.

Im laufendem Betrieb ziehen die knapp 60 Mitarbeiter innerhalb von 14 Tagen um. Lediglich für den Umzug des vollständig neu gestalteten Bürgerservices, der sich in Zukunft dau­erhaft im Erdgeschoss des neuen Rathausanbaus befinden wird, können an den zwei Tagen vom 31. März bis 1. April Präsenztermine – nach telefonischer Ver­einbarung – nur in dringenden Fällen wahrgenom­men werden. Vom 6. April an erfolgt dann wieder eine reguläre Terminvergabe.

Der Startschuss für die energetische Rathaussanierung fiel bereits im Oktober 2018 mit der Übergabe der Fördermittel. Der fast 50 Jahre alte Klinkerbau wird kernsaniert. Gleichzeitig ist es in der wachsenden Kommune auch im Rathaus eng geworden. Für den nun fertiggestellten Anbau war das ehemalige Spadaka-Gebäude abgerissen worden. Die Nutzfläche wächst somit von 3000 auf 4500 Quadratmeter. Insgesamt kostet die gesamte Modernisierung der Verwaltung 9,7 Millionen Euro. In Vorbereitung der Sanierung ist der Fachbereich Stadtentwicklung bereits 2019 komplett ausgezogen. In den ursprünglich für Flüchtlinge vorgesehenen Gebäuden am Grarock arbeiten inzwischen 44 Mitarbeiter. Auch das Standesamt wurde ausgelagert und befindet sich im Stammhaus Klingenthal an der Paderborner Straße. Erst im Verlauf des nächsten Jahres sollen alle 105 Mitarbeiter und die VHS wieder unter einem Dach am Marktplatz vereint werden. Zudem werden Gruppen und Vereinen Multifunktionsräume zur Verfügung gestellt.

Mit der Inbetriebnahme des Neubaus am 6. April wird das bisherige Rathausgebäude außer Betrieb genommen. Einzige Ausnahme bildet die Nebenstelle der Kreispolizeibehörde, die auch während der gesam­ten Umbauzeit im alten Rathausgebäude (Eingang von der Rückseite) bleiben wird.

Bürgermeister Ulrich Berger freut sich, dass dieser erste große „Meilenstein“ des ins­gesamt für die Stadt sehr anspruchsvollen Projek­tes trotz diverser Einschränkungen durch die Corona-Pandemie innerhalb des vorgege­benen Zeitrahmens realisiert werden konnte. Be­reits mit der Inbetriebnahme des Anbaus werde, neben verbesserten Arbeits­bedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbei­ter, durch den neu strukturierten Bürgerservice auch eine deutliche Verbesserung des Serviceangebotes der Stadt erreicht.

Von April bis zum Sommer soll nun der Verbindungsbau zwischen Alt- und Neubau an der Westseite errichtet werden. Dafür muss der Zwischenbau abgerissen werden. Parallel zu diesen Arbeiten laufen die Räumung des alten Rathauses und die Vorbereitung zur Kernsanierung sowie die Herrichtung der Infrastruktur für die Polizei.

Im Sommer soll dann mit der Kernsanierung des Altbaus begonnen werden. Auf dem Arbeitsplan stehen unter anderem die Erneuerung der Fenster, die Verbesserung der Dämmung der äußeren Hülle, eine Dachsanierung, die technische Sanierung, die Erneuerung der sanitären Räume, der Stromversorgung und der Beleuchtung. Ebenso werden IT- und Netzwerktechnik erneuert, eine neue Heizung eingebaut und die Innenausstattung modernisiert. Räume werden neu aufgeteilt, Fußböden, Decken, Wände und Türen erneuert. Zudem ist eine Erweiterung der Nutzfläche im zweiten Obergeschoss um etwa 150 Quadratmeter durch Aufstockung vorgesehen.

Die Anschrift des Rathauses sowie alle Telefon­nummern bleiben gleich. Im neuen Anbau sind nach Ostern der Bürgerservice, der Bürgermeister, die Bereiche Bildung und Soziales, Salzkotten Marketing, Sicherheit und Ordnung sowie Zentrale Dienste zu finden. In der Nebenstelle Paderborner Straße 2 ist das Standesamt untergebracht, Am Grarock befinden sich die Bereiche Stadtentwicklung, Stadtwerke, Finanzen, Wirtschaftsförderung und Flächenmanagement.

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