1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Salzkotten
  6. >
  7. Leben im Sinne des heiligen Franziskus

  8. >

Salzkottener Kongregation plant Tau-Haus auf dem Klostergelände

Leben im Sinne des heiligen Franziskus

Salzkotten

Die Kongregation der Franziskanerinnen in Salzkotten arbeitet weiter an ihrer Zukunft und möchte ein neues Projekt verwirklichen. Auf dem Klostergelände soll ein so genanntes Tau-Haus entstehen. Im dem Gebäude, das früher unter anderem die Wäscherei beherbergte, sollen 15 Wohnungen entstehen.

Von Marion Neesen

Derzeit ist im Erdgeschoss des Gebäudes die Speisenkammer untergebracht. Die oberen Räume werden für Seminare genutzt. . Foto: fcjm/Presse Franziskanerinnen

In der jüngsten Sitzung des Salzkottener Bau- und Planungsausschusses stand das Vorhaben als Bauvoranfrage auf der Tagesordnung. Es fand einstimmig die Unterstützung der Kommunalpolitiker.

In dem dreieinhalbstöckigen Haus im Bereich Paderborner Straße/ Habringhauser Weg ist derzeit im Erdgeschoss die Speisenkammer des Caritasverbandes untergebracht. Die Räume in den oberen Etagen wurden für Veranstaltungen und Seminare in Verbindung mit dem Geistlichen Zentrum Franziskus genutzt.  Das Gebäude soll nun in ein Wohnhaus für Menschen, die der franziskanischen Lebensart verbunden sind, umgebaut werden.

„Die Idee ist, dort Menschen Wohnraum zu bieten, die sich dem Kloster und dem Geistlichen Zentrum verbunden fühlen, sich ehrenamtlich engagieren wollen und einen Zugang zur franziskanischen Spiritualität suchen. Mögliche Mieter können alle Altersgruppen sein“, erläutert Ordenssprecher Michael Bodin. Auch werde keine bestimmte Religionszugehörigkeit erwartet.

Schwestern wollen Mutterhaus weiter öffnen

Das Projekt sei eine Weiterführung des bereits 2017 eingeschlagenen Weges. Die Schwestern verfolgen das Ziel, das Mutterhaus für Gäste und Gruppen, für Suchende und Interessierte weiter zu öffnen. Das Geistliche Zentrum und auch der Kindergarten, der im Januar im Mutterhaus seinen Betrieb aufnimmt, gehören zu dieser neuen Ausrichtung. Die Räumlichkeiten im bisher von den Franziskanerinnen als Antoniushaus bezeichneten Gebäude würden nicht mehr benötigt. Die Angebote des Geistlichen Zentrums könnten im benachbarten Mutterhaus gemacht werden. Auch Karin Schmidt von der Speisenkammer ist guten Mutes, nach der Übergangslösung eine neue Bleibe finden zu können.

Das Haus, das 1991 umgebaut wurde, wollen die Franziskanerinnen nun  mit Leben füllen. Eingerichtet werden sollen Wohnungen in einer Größenordnung von knapp 50 bis etwa 70 Quadratmetern, sodass ein lebendiges Miteinander mehrerer Generationen möglich ist. Dabei soll es um mehr gehen als nur den Aspekt Wohnen.  Es soll eine Wohngemeinschaft im franziskanischen Geist entstehen, die solidarisch, geschwisterlich und von einem heilsamen Miteinander geprägt ist. Dabei sei niemand ausgeschlossen, so Michael Bodin. Ziele und Werte der Wohngemeinschaft im franziskanischen Sinn sollen aber in der Baulast festgeschrieben sein. Den möglichen Mietern würden vorab in einem persönlichen Gespräch die Ziele und Werte vorgestellt.

Baubeginn

Die Ausrichtung der neuen Wohngemeinschaft spiegelt sich auch im Namen des Projektes „Tau-Haus“ wider. Tau ist der 19. Buchstabe im griechischen Alphabet und gilt als franziskanisches Symbol. Der heilige Franziskus nutzte es oft als Segenszeichen.

Äußerlich wird das Gebäude kaum verändert, allerdings soll es auch energetisch saniert werden. Mit einem Baubeginn rechnet Bodin im Sommer nächsten Jahres.

Startseite
ANZEIGE