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Verbindungswege in Salzkottener Innenstadt werden neu gestaltet

LED-Licht kommt in die Feuergassen

Salzkotten (WB). Die Maßnahme ist umstritten, trotzdem soll sie nun durchgeführt werden: Vier so genannte Feuergassen in der Salzkottener Innenstadt sollen neu gestaltet werden. Kosten: 145.000 Euro, 70 Prozent kommen vom Land.

Ingo Schmitz

Die Feuergasse in Salzkotten ist eine von vier Gassen, die jetzt neu gestaltet werden sollen. Neues Pflaster und LED-Licht sollen die Gassen optisch aufwerten und vor allem dazu einladen, sie als Abkürzungen zur Langen Straße zu nutzen. Foto:

Sie sind kurz und schmal und dunkel. Und manch einer findet sie erst gar nicht. Kaum einer würde wohl vermuten, dass es sich bei diesen Gassen um öffentliche Wege handelt, meint Martin Westermeier vom Fachbereich Stadtentwicklung und Straßenbau. Dabei seien sie nicht nur Relikte der historischen Innenstadt, sondern auch nützliche Abkürzungen zu den Geschäften an der Langen Straße, die derzeit kaum genutzt würden.

»Beleuchtungskonzept ist gut und beseitigt Angsträume«

Vier dieser Feuergassen – sie sollten bei Bränden in der Stadt als Schutz vor dem Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude dienen – sollen nun auf Vorschlag der Verwaltung neu gestaltet werden.

Neben der Feuergasse, die heute immer noch so heißt, handelt es sich um die Postgasse, die Gasse zwischen Lange Straße 24 und 26 am Salinator-Penning-Haus sowie um die Gasse zwischen Lange Straße 52 und 54. Sie sollen allesamt mit einem hellen, modernen Pflaster sowie im Boden eingelassenen Lichtelementen aufgehübscht werden.

Ortsvorsteherin Elisabeth Keuper (CDU) begrüßte die Maßnahme. »Das kommt der Gemütlichkeit der Innenstadt zu Gute. Das Beleuchtungskonzept ist gut und beseitigt Angsträume. Es gibt noch mehr Gassen, die dürfen nicht vergessen werden«, betonte sie.

Erster Bauabschnitt: Beginn vielleicht noch in diesem Jahr

Wolfgang Dehlinger (Grüne) zeigte sich unzufrieden, weil das moderne Pflaster nicht zu den historischen Gassen passe. »Gestalterisch ist das für mich nicht vorstellbar. Am Licht muss sicherlich etwas gemacht werden. Wir geben hier aber relativ viel Geld für Gassen aus, die eigentlich vom Belag her in Ordnung sind«, gab Dehlinger zu bedenken. Auch Brigitte Kesternich (FDP) äußerte Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Vorhabens. »Licht und eine ordentliche Beschilderung müssen reichen«, erklärte sie.

Seitens der Verwaltung wurde das Konzept verteidigt. Das moderne, helle Pflaster mit einer ebenen Oberfläche solle einladend wirken. Mit dem ersten Bauabschnitt der vier benannten Gassen soll möglicherweise noch Ende 2017 begonnen werden. Danach seien die weiteren Bereiche an der Reihe.

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