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Agrarelektronik-Unternehmen will ein Drittel seines Stromverbrauchs selbst decken

Müller setzt in Salzkotten auf grüne Energie

Salzkotten

Das Salzkottener Agrarelektronik-Unternehmen Müller-Elek­tronik setzt sich nach eigenen Angaben seit 1977 für den technologischen Fortschritt zur Nachhaltigkeit im Agrarsektor ein. Da der Klimawandel gerade diesem Wirtschaftsbereich droht, zeige sich Müller-Elektronik verantwortlich und setze nun an seinem Standort Salzkotten und zukünftig auch in Neustadt in Sachsen auf erneuerbare Energien im Unternehmensbetrieb, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Insgesamt 1110 Photovoltaik-Panels wurden auf dem Dach des Firmengebäudes installiert. Foto: Müller-Elektronik

Bereits im Oktober startete die Umstellung auf die Stromgewinnung mit Photovoltaik. In diesem umfangreichen Projekt wurden alle statisch geeigneten Dachflächen am Standort Salzkotten mit insgesamt 1110 Photovoltaik-Panels bedeckt, wodurch eine maximale Leistung von etwa 416 kWp erreicht werden könne.

Diese Arbeiten wurden inzwischen abgeschlossen. Mit der eigenen Stromgewinnung will Müller-Elektronik etwa ein Drittel des eigenen Bedarfs decken. Um vollständig klimaneutral produzieren zu können, beziehe das Unternehmen den Reststrom durch einen regionalen Ökostromanbieter. Dieser Strom sei mit dem Grüner-Strom-Label zertifiziert und gewährleiste zu 100 Prozent erneuerbaren Strom aus Wind und Sonne.

Im Aufbau seien ebenfalls zwölf Ladepunkte für Elektro-Autos auf dem Betriebsgelände. Hier sollen sowohl Firmenfahrzeuge als auch private Fahrzeuge des Personals umweltfreundlich geladen werden. Dieser Schritt werde sich aufgrund des angespannten Marktes, der Materialknappheit und Lieferschwierigkeiten etwas verzögern, teilt Müller-Elektronik mit.

Anschließend will Müller-Elektronik den Blick auf den Standort Neustadt in Sachsen richten, um dort die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion fortzusetzen. Parallel zur Umstellung auf regenerative Energien wurde ein Energieaudit an beiden Standorten durchgeführt.

Gemeinsam mit einem Unternehmen für Energieberatung wurden beide Standorte hinsichtlich ihres Energieverbrauchs betrachtet und analysiert. Entsprechend eines ersten Fazits verbrauchen beide Produktionsstandorte nicht mehr Energie als nötig.

Zusätzlich zu den prozessorientierten Maßnahmen soll auch die gesamte Belegschaft zum Klimaschutz motiviert werden. So hat das Unternehmen im vergangenen Jahr standortübergreifend das unterstützte Leasing von Fahrrädern und E-Bikes eingeführt und schafft Anreize, das Auto stehen zu lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. „Das trägt zum Klimaschutz bei und fördert die Gesundheit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen“, heißt es aus dem Unternehmen.

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