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Auf dem von der Stadt erworbenen Grundstück sollen 162 Bauplätze entstehen

Neues Baugebiet Osterfeld eines der größten in Salzkotten

Salzkotten

Salzkotten wächst weiter. Mit dem Bebauungsplan Osterfeld hat Juliane Kruse (Fachbereich Stadtentwicklung) dem Bau- und Planungsausschuss eines der bisher größten Baugebiete der Sälzerstadt vorgestellt.

Von Marion Neesen

Auch in Salzkotten ist die Nachfrage nach Bauplätzen ungebrochen hoch (Symbolbild). Foto: Jörn Hannemann

Westlich der Tudorfer Straße in Verlängerung der Baugebiete Papenbrede und Bümers Grund sollen auf einer Fläche von 10,4 Hektar etwa 162 Bauplätze für Ein- und Mehrfamilienhäuser sowie Doppelhäuser angeboten werden. Damit können dort 150 bis 200 Wohneinheiten entstehen.

In der Kernstadt seien nach Auffüllung des Baugebietes Bümers Grund kaum noch Grundstücke für den individuellen Wohnungsbau vorhanden, die Nachfrage sei aber ungebrochen hoch. Etwa 100 Bewerber stehen laut Bürgermeister Ulrich Berger aktuell auf der Liste. Der Bau- und Planungsausschuss hat dem Aufstellungsbeschluss einstimmig bei einer Enthaltung aus der SPD zugestimmt.

500 bis 600 Quadratmeter

Die Bauplätze auf dem von der Stadt erworbenen Grundstück sollen in einer Größe von 500 bis 600 Quadratmetern ausgewiesen werden. Es werde aber auch größere und kleinere Bauplätze geben. Gebaut werden kann ein- und zweigeschossig.

Die Erschließung des neuen Baugebietes Osterfeld soll ausschließlich über die Toni-Schröder-Straße erfolgen. Die Wohnstraßen, münden in Sackgassen oder in einen Wendehammer, so dass Durchgangsverkehr ausgeschlossen wird. Im neuen Baugebiet wird eine knapp 300 Quadratmeter große zentrale Fläche für Mobilität vorgehalten. Dort können unter anderem Parkplätze eingerichtet werden. Außerdem wird am Rande des Baugebietes ein Grundstück für eine mögliche zentrale Energieversorgung, etwa über Kraft-Wärme-Kopplung, frei gelassen. Über einen Klimaschutzfachbeitrag werde derzeit eine Lösung erarbeitet, wie das gesamte Baugebiet treibhausgasneutral versorgt werden kann, informierte Juliane Kruse.

Festhalten an den bewährten Grünzonen

Festhalten wollen die Stadtplaner an den bewährten Grünzonen. So soll die Nord-Süd-Grünachse aus dem Bümers Grund als Grün- und Klimaachse weiter nach Süden geführt werden. Die öffentliche Grünfläche diene zur Vernetzung und Gliederung. Entstehen soll eine Parkanlage mit Wegen und Baumpflanzungen. An verschiedenen Stellen sind Spielgeräte vorgesehen. Der im Plangebiet verlaufende Bach Bümers Graben soll eine ökologische Aufwertung erfahren. „Wir erarbeiten ein neues Entwässerungskonzept, wonach der Bümers Graben nicht nur zur landwirtschaftlichen Entwässerung dient. Der Flusslauf wird neue Arme und Schlaufen erhalten und somit Rückhaltefunktion bekommen“, so Juliane Kruse. Es sei eine Renaturierung vorgesehen, die den Bach ökologisch verbessere, ihn aber auch erlebbar mache. Auf kleinen Brücken sowie Holzbalken, Steinen oder Baumstümpfen könne der Bach überquert werden. Kruse: „Damit erreichen wir eine deutliche Aufwertung des Wohngebietes.“

Bewohner sollen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Auch die künftigen Bewohner sollen ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Auf Grundstücken bis 500 Quadratmetern muss mindestens ein Baum gepflanzt werden, auf größeren Grundstücken sollen mindestens zwei stehen. Außerdem müssen Photovoltaikanlagen sowie Grünflächen auf Garagen und Carports angelegt werden.

In der Sitzung kritisierte SPD-Fraktionschef Michael Sprink, dass der Bau von Mehrfamilienhäusern größere Berücksichtigung hätte finden müssen. Reihenhäuser vermisste er ganz.

Marc Svensson (Grüne) befürchtete, dass die vorgesehenen Maßnahmen nicht ausreichten, die gesetzten Klimaschutzziele zu erreichen. Auch war für ihn schwer vorstellbar, dass am Bümers Graben etwas ökologisch Wertvolles entstehen könne.

Erste Häuser könnten im neuen Baugebiet Osterfeld vermutlich Ende 2024 gebaut werden.

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